Seit Jahrtausenden leben Menschen im und vom Wald. In dieser Zeit haben sich vielseitige Natur-Mensch-Beziehungen gebildet, nicht nur ökonomische, sondern auch kulturelle und religiöse. In Zentraleuropa prägten vor allem die Kelten und das Christentum unseren religiösen Umgang mit Wäldern. Aber auch in vielen anderen Kulturen der Welt finden sich Vorstellungen und Praktiken um „Heilige Haine“; Bäume sind Sitz von Göttern und dienen als Symbole für den Kosmos und den Zyklus von Leben und Tod.
Der Vortrag unternimmt eine kurze Reise durch verschiedene religiöse Zugänge zum Wald bis hin zu Formen gegenwärtiger Natur-Spiritualität zwischen Neuheidentum, Achtsamkeit und Bestattungswäldern.
Prof. Dr. Isabel Laack forscht und lehrt an der Universität Tübingen im Fach Religionswissenschaft über europäische Gegenwartsreligiosität und indigene Traditionen Mittel- und Nordamerikas.
Die Nationalpark-Akademie lädt zu diesem Vortrag ein, der Eintritt ist frei. Start: 19:00 Uhr, Dauer: circa 1-2 Stunden, Ort: Nationalpark-Kirche, Kirchstraße 13, 54422 Neuhütten-Muhl