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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 12/2026
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Bad Neuenahr-Ahrweiler erhält neues Quartiersprojekt

Die Fernsehlotterie macht die Installation des neuen Quartiersprojekts möglich, darüber freuen sich (v.l.) Christian von Wichelhaus, Lisa-Marie Weber, Ann-Cathrin Zinken, Annette Linden, Peter Diewald, und Stephan Masch.

Hauptgewinn: Fernsehlotterie fördert Caritasverband mit 223.000 Euro

AHRWEILER. TW. Der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr kann sich über eine Förderung der Deutschen Fernsehlotterie in Höhe von 223.000 Euro freuen. Die Zuwendung deckt anteilig anfallende Kosten für das Quartiersprojekt „Gemeinsam Stark - Für ein lebendiges Bad Neuenahr-Ahrweiler“ des Trägervereins. Dank der Unterstützung können anfallende Personalkosten und projektbezogene Sachkosten bis Ende des Jahres 2028 sichergestellt werden. Die Gesamtkosten dieses sozialen Vorhabens belaufen sich auf rund 278.000 Euro.

„Die Förderung ist für die Region Bad Neuenahr-Ahrweiler der sprichwörtliche Hauptgewinn. So können wir unser soziales Vorhaben überhaupt realisieren. Die Flutkatastrophe im Ahrtal hatte fatale Folgen für die Bevölkerung. Sie hat aber auch das Gute in der Gemeinschaft bestärkt und zu einer enormen Hilfsbereitschaft durch freiwillige Helfer und Organisationen geführt. Als zentrale Koordinierungsstelle im Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler können wir dank der Förderung der Soziallotterie und in enger Kooperation mit der Kommune die sozialen Akteure weiter vernetzen, bürgerschaftliches Engagement fördern und dabei besonders vulnerable Zielgruppen wie ältere, einsame und sozial benachteiligte Menschen unterstützen“, freut sich Christian von Wichelhaus, Geschäftsführer des Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr.

Die Kreisstadt war von der Flutkatastrophe im Jahr 2021 besonders schwer betroffen. Die hohe Bevölkerungsdichte führte zu vielfältigen Problemen wie Wohnraumverlust, finanziellen und psychischen Belastungen für Viele. Gleichzeitig ist die Hilfslandschaft durch bestehende und zahlreiche neue Anbieter oftmals diffus und unübersichtlich geworden, was die Koordination erschwert. Die geförderte Quartiersentwicklung in Bad Neuenahr-Ahrweiler nimmt eine vermittelnde und koordinierende Rolle ein, um die Einwohner besser mit bestehenden und neuen Hilfeangeboten zu vernetzen, niedrigschwelligen Zugang zu Beratung und Unterstützung zu ermöglichen und die Selbstwirksamkeit sowie Teilhabe-Chancen der Betroffenen zu stärken.

Ann-Cathrin Zinken, Fachdienstleiterin für Sozialraum & Ehrenamt des Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr, sagte: „Wir kennen die Bedarfe sehr gut, da wir als Caritasverband seit der Flutkatastrophe vor Ort in der Fluthilfe tätig sind. Unser Hilfsangebot richtet sich an die gesamte Bevölkerung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, mit einem besonderen Fokus auf vulnerable Gruppen, die nach der Flutkatastrophe und in Folge gesellschaftlicher und ökonomischer Herausforderungen besonderen Unterstützungsbedarf haben. Das sind Ältere, sozial isolierte und einsame Menschen, Personen sowie Familien mit geringen Einkommen, aber auch Menschen mit Migrationshintergrund, mit zusätzlichen Herausforderungen wie zum Beispiel Sprachbarrieren. Aber wir werden auch Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, über Tätigkeitsfelder informieren, diese beraten und auch professionell fachlich begleiten“, so Zinken.

„Ich möchte mich bei allen, die zur Etablierung dieser wichtigen sozialen Infrastruktur beigetragen haben herzlich bedanken. Daraus entwickelt sich ein generationen- und zielgruppenübergreifender Mehrwert für unsere Region. Einfach klasse“, so Peter Diewald, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Das Ziel ist hier, in Kooperation mit der Kommune eine nachhaltige, lokale Koordinierungsstelle zu etablieren, die soziale Herausforderungen effizient und subsidiär bearbeitet. Dabei helfen wir gern“, sagt Stephan Masch, Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie.