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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 13/2021
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Ein Feuerwehrhaus für 2,7 Millionen Euro

Symbolische Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Guido Orthen an Hans Peter Blumenberg.

Heimersheimer Wehr hat Neubau „Auf dem Flachsmarkt“ bezogen

HEIMERSHEIM. TW. Das seit vielen Jahren viel zu enge Feuerwehrgerätehaus des Löschzugs Heimersheim ist Geschichte. Am Dienstag vergangener Woche wurde Löschzugführer Hans Peter Blumenberg und seinem Team in einer kurzen Feier von Bürgermeister Guido Orthen der symbolische Schlüssel für das das neue Gerätehaus übergeben. 2,7 Millionen Euro hat es gekostet, 18 Monate betrug die reine Bauzeit. Damit blieben Kosten und Zeiten im Plan. In unmittelbarer Nähe zur vierspurigen Bundesstraße 266 und zur Auffahrt auf die Autobahn 61 ist ein zweigeschossiger Bau mit neuesten Standards entstanden, der den Ansprüchen, die an die drittgrößte Feuerwehr in der Kreisstadt gestellt werden, gerecht wird. „Der Löschzug Heimersheim spielt im gesamtstädtischen Sicherheitskonzept eine große Rolle“, berichtete der Bürgermeister mit Blick auf die in der Sonne golden schimmernde Fassade des Hauses. Dass es sich hierbei um eine Blechverkleidung handelt und man ansonsten auch keine goldenen Wasserhähne verbaut hat, versteht sich laut Orthen von selbst. Dennoch seien 2,7 Millionen Euro viel Geld, aber: „Das alte Gebäude ist vielleicht für eine Dorffeuerwehr ausreichend.“ Nicht aber für einen derart frequentierten Löschzug.

Ähnlich sieht es auch Stadtwehrleiter Marcus Mandt, der die Wertigkeit des Heimersheimer Löschzugs im Gesamtbild der kreisstädtischen Wehren unterstrich: „Das ist ein Tag der Freude für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt“, so Mandt bei der offiziellen Übergabe des Gebäudes. Mandt sprach von einem funktionellen Feuerwehrhaus und dankte Simone Schumacher vom Architektur Unger und Sybille Laubner vom Gebäude- und Grundstücksmanagement der Kreisstadt für ihr hochengagiertes Zutun bei Planung und Entwicklung des neuen Gebäudes der Wehr.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Übergabe des Gebäudes an die Wehr zu einer kurzen Zeremonie in kleiner Runde. Bürgermeister Guido Orthen aber versprach: „Das Feiern wollen wir nicht aufheben, sondern nur aufschieben.“ Bei einer dann wesentlich feierlicheren Einweihung des Hauses dürfte dieses auch den kirchlichen Segen erlangen.