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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 2/2021
Aktuelles
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Dreikönigsandacht in der Simeonskapelle

Gottesdienst im Seniorenstift Augustinum

BAD NEUENAHR-AHRWEILER.GW. Zum Dreikönigsfest erreichten die Heiligen Drei Könige im Foyer des Seniorenstiftes Augustinum Bad Neuenahr pünktlich die Christkindskrippe. Ein paar Schritte weiter zelebrierte Pastor Johannes Küsel in der vergangenen Woche in der abgedunkelten, nur von Kerzenschein und Weihnachtsbaum beleuchteten, Simeonskapelle eine Dreikönigsandacht, musikalisch umrahmt von der Sopranistin Andrea Stenzel und Organist Christoph Anselm Noll. Mit "Gott, wir haben diese Kapelle betreten und hinter uns liegt ein Tag der Geschäftigkeit. Wir wollen zur Ruhe kommen und alles Laute soll abklingen" begrüßte Küsel die wegen Corona reduzierte Besucherzahl. Als einleitendes Musikstück erklang von Louis Claude Daquin (1694–1772) das "Noël Suisse" aus "Nouveau Livre de Noëls", op. 2 aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Johannes Küsel regte mit den Worten "Gottes Glanz" von Marianne Williamson zum Nachdenken an: "Unsere tiefste Angst ist nicht die vor unserer Unzulänglichkeit. Unsere tiefste Angst ist die Angst vor unserer unermesslichen Kraft. Es ist das Licht in uns, nicht die Dunkelheit, die uns am meisten ängstigt. Wir fragen uns: Wer bin ich, dass ich von mir sage, ich bin brillant, ich bin begabt und einzigartig. Ja, im Grunde genommen: Warum solltest du das nicht sein? Du bist ein Kind Gottes." Ein Hommage an Johann Sebastian zelebrierte Christoph Anselm Noll an der Orgel und mit dem glasklaren und intonationssicherem Gesang der Sopranistin Andrea Stenzel passend zum Dreikönigstag mit "Ich steh an deiner Krippen hier", BWV 469 und "O Jesulein süß", BWV 493, zwei Lieder aus "Musicalisches Gesang-Buch" von G. Chr. Schemelli. Mit der Lesung aus dem Matthäusevangelium erinnerte Küsel an die Geburt Jesu in Bethlehem. Aus dem Werk von Peter Cornelius (1824–1874) erfüllte "Die Könige" aus "Weihnachtslieder", op. 8 Nr. 3 mit dem Stimmvolumen von Andrea Stenzel den Kapellenraum. Zur Choralphantasie von Dietrich Buxtehude (1637–1707) "Wie schön leuchtet der Morgenstern" zitierte Küsel Dietrich Bonhoeffer: "Herr mein Gott, ich danke dir, dass du diesen Tag zu Ende gebracht hast. Ich danke dir, dass du Leib und Seele zur Ruhe kommen lässt. Deine Hand war über mir und hat mich behütet und bewahrt. Vergib allen Kleinglauben und alles Unrecht dieses Tages und hilf, dass ich denen vergebe, die mir Unrecht getan haben." Mit Georg Philipp Telemann (1681–1767) "Immanuel ist da", Aria aus der Kantate "Gott will Mensch und sterblich werden", TWV 1:694 aus ""Harmonischer Gottesdienst" und Johann Georg Albrechtsberger (1736–1809) "Praeludium & Fuge C-Dur" für Orgel zu vier Händen, Christoph Anselm Noll und Andrea Stenzel, klang die Dreikönigsandacht aus.