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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 25/2020
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Aha-Erlebnisse im Kurpark

Einbahnstraße im Kurpark, die Besucher folgten der Wegeführung und konnten so jeden Aussteller besuchen.

Warum nicht mal urgemütlich? Doppel-Liegebänke mit weicher Auflage luden zum Träumen ein.

Wie wäre es mit einer Sauna im Garten?

A-H-A: Abstand - Hygiene - Alltagsmasken beim Flanieren auf der LebensArt.

LebensArt mit gut gelaunten Ausstellern und Besuchern - Urlaub zu Hause sorgt für gute Umsätze

BAD NEUENAHR. TW. Drei Tage lang bevölkerten rund 100 Aussteller aus ganz Deutschland den Bad Neuenahrer Kurpark. LebensArt, der Spezialmarkt für Garten, Wohnen und Lifestyle war zum wiederholten Male in der Kurstadt präsent, dieses Mal unter den Voraussetzungen der Corona-Richtlinien. Da standen Freud und Leid noch nahe beieinander. Vorweggenommen: die freudigen Parts überwogen. Vor allem die Aussteller waren froh, endlich wieder ihre Waren präsentieren zu können. Und die sorgten so manches Mal für überraschte Blicke. Da gab es eine Vielzahl von Mobiliar und Dekoration für Haus und Garten, Wasser sprudelte, gemütliche Sitzgelegenheiten luden zum Testen und Verweilen ein. Bunte Dekorationen fürs Beet oder den Baum, Schilder mit lustigen Sprüchen, aber auch die Sauna für den Garten, der Whirlpool für die Terrasse, Außen- und Innenkamine oder das urgemütliche Gartenhaus waren Hingucker. Wer wollte, konnte vierstellige Beträge ausgeben oder sich an Kleinigkeiten für kleines Geld erfreuen. Es gab Bewährtes und Ungewöhnliches, wie bunte Hängesessel fürs ganze Jahr. „Sobald die Sonne hervorschaut, kommen die Menschen“, so Sabine Hill vom Veranstalter „Das AgenturHaus.“ Aber auch an den beiden ersten Tage, an denen es zeitweise regnete, war der Kurpark gut gefüllt. Viele Besucher wollten einfach nur mal wieder raus und eine Veranstaltung besuchen, andere hatten gezielte Einkaufswünsche: „Es gibt zahlreiche Besucher hier, die in diesem Jahr in ihrem Urlaub nicht wegfahren und die sich daher ihr Zuhause, den Balkon oder den Garten noch ein wenig gemütlicher einrichten. Möbel, Strandkörbe und Hängematten sind dabei absolute Renner“, so Sabine Hill.

Zwischen den Anbietern aus allen Ecken Deutschland waren auch immer wieder regionale Unternehmen präsent. Der Neuenahrer Starflorist Mehmet Yilmaz beeindruckte mit ausgefallenen Kreationen aus Gewachsenem und edlem Kunsthandwerk aus Pflanzen, Blumen und Blättern. Bei der Ahrtal-Räucherei gab es Forellen, Spargel oder Erdbeeren, dazu waren die fünf Wine-Lounges, die schon über Pfingsten edle Tropen von der Ahr anboten, wieder mit ihren üppigen Weinkarten präsent. Auch sie sorgten für manches Aha-Erlebnis bei den Gästen, die aber auch mit den A-H-A-Regeln klarkommen mussten: Abstand – Hygiene – Alltagsmasken. Vor allem das dauerhafte Tragen des Mund-Nasen-Schutzes war so manchem Aussteller ein Dorn ein Auge: „Natürlich sind die Maßnahmen zum Schutz der Menschen in Ordnung und das Personal im Kurpark passt auch sehr gut darauf auf, dass alles befolgt wird. Aber für uns als einen der Anbieter, wo die Menschen etwas probieren sollen, ist das eher hinderlich“, meinte Alexander Keck, der mit seiner Trüffel-Manufaktur aus Offingen in der Nähe von Ulm angereist war. Keck zeigte sich dennoch mit dem Spezialmarkt im Ambiente des Kurparks zufrieden, wie die meisten der Aussteller. Dass er in Corona-Zeiten noch keine üppigen Gewinne einfahren kann, war ihm und seinen Kollegen auch klar. Aber schon die „schwarze Null“ würde ihm aufzeigen, dass es wieder aufwärts geht. „Für uns ist das hier auch eine Art Versuchsballon, ob wir für die kommenden Monate die Teilnahme an ähnlichen Veranstaltungen buchen oder nicht“, so Keck. Denn eines habe sich in der Branche geändert, so der Trüffelhändler. „Die meisten Veranstalter haben in ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen den Passus aufgenommen, dass bei Absage eines Marktes oder einer Messe die vorab gezahlten Standgelder trotzdem fällig bleiben.“ Das Risiko für die Händler ist also gewachsen.