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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 25/2020
Öffentliche - Ahrbrück
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Kein „Großes Schützenfest“ im kommenden Jahr?

Schützen denken über eine Verlegung der Feier mit dem Historischen Trinkzug ins Jahr 2022 nach

AHRWEILER. TW. Alle drei Jahre findet in der Regel in Ahrweiler ein „Großes Schützenfest“ statt, dazwischen wird die kleinere Variante gefeiert. Beim „Großen Schützenfest“ wird im Vorfeld am Dreifaltigkeitssonntag unter anderem ein neuer König der St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft ermittelt, der in der folgenden Nacht im Historischen Trinkzug der Bevölkerung Ahrweilers vorgestellt wird. Die Nacht des Trinkzuges ist nicht nur für die Bürger- und Junggesellen-Schützen ein Höhepunkt im Vereinsleben, längst ist der Umzug, bei dem rund 600 Schützen in Rotten von zumeist vier Schützen an die rund 150 „Altärchen“ vor den Häusern in der Altstadt treten, um mit dem jeweiligen Gastgeber anzustoßen, zu einer Veranstaltung mit Volksfestcharakter geworden.

Im Jahr 2018 fand der letzte Historische Trinkzug statt, kurz zuvor gelang Peter Diewald der entscheidende Schuss auf den Königsvogel, seither ist er oberster Repräsentant der Bürgerschützen. Seine eigentlich dreijährige Amtszeit könnte nun verlängert werden, denn unter den Bürgerschützen und besonders im Verwaltungsrat wird derzeit über eine Verlegung des Großen Schützenfestes von 2021 ins Jahr 2022 nachgedacht. Der Vorschlag hierzu ist von verschiedenen Seiten an den Verwaltungsrat der Bürgerschützen getragen worden. Begründet wird eine solche Verlegung aber nicht mit den Sorgen über die Corona Pandemie. Auch die Tatsache, dass der Trinkzug im Jahr 2022 eine Attraktion der geplanten Landesgartenschau werden könnte, ist nicht ausschlaggebend. Vielmehr feiern die Bürgerschützen im Jahr 2028 ihr 625-jähriges Bestehen. Feiert man erst 2022 wieder ein Großes Schützenfest, könnte danach der dreijährige Rhythmus wieder aufgenommen werden, 2025 und dann im Jubeljahr 2028 gäbe es neue Könige und Trinkzüge. Diese Problematik ereilt die Schützen alle 25 Jahre, wenn Jubiläen anstehen. Eine Verkürzung der Perioden, wie dies beim letzten Jubiläum mit Trinkzügen in den Jahren 1996, 1998 und 2000 stattfand, um im Jahr 2003 das 600-jährige Bestehen gebührend feiern zu können, kommt laut Hauptmann Jürgen Knieps nicht mehr in Frage, da dies auch nicht im Interesse der Bevölkerung sei.

„Wir haben im Verwaltungsrat Ende Mai bereits darüber diskutiert und auch die Vor- und Nachteile abgewogen. Wir haben dann festgelegt, dass wir dieses Thema erst einmal „sacken“ lassen und weitere Meinungen einholen. Wir werden Ende Juli 2020 seitens des Verwaltungsrates der Bürgerschützen die Entscheidung treffen“, so Knieps.