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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 28/2020
Aktuelles
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Haushaltsfragen und Baumaßnahmen

Der Ahrweiler Ortsbeirat tagte

AHRWEILER. TW. In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Ahrweiler Ortsbeirat mit einer Vielzahl von Tagesordnungspunkten. Persönlich stellte sich zur Sitzung im Helmut-Gies-Bürgerzentrum die neue „Gemeindeschwester plus“ Ingrid Neubusch vor. Sie hat ihre Arbeit zwischenzeitlich aufgenommen und steht den Menschen 80 Jahren im Stadtgebiet und auf der Grafschaft für präventive Hausbesuche zur Verfügung. Bei ihren Besuchen möchte sie erkennen, wo Hilfsbedarf besteht oder die Gefahr von Vereinsamung droht. Frau Neubusch möchte vor allem das selbstständige Leben ihrer Zielgruppe unterstützen.

Für den Nachtragshaushalt 2020 möchte der Ortsbeirat geplante Maßnahmen, wie den Bestandsausbau der Schützenstraße, den Radwegeausbau, die Ertüchtigung des Ahrstadions und die Baumaßnahmen in den beiden Ahrweiler Kitas durchgeführt wissen, was natürlich auch für die laufenden Straßenbaumaßnahmen gilt. Verschoben werden könnten dagegen der Bau der Hängeseilbrücke im Adenbachtal und die Erneuerung der sogenannten „Alten Friedhofskapelle“ auf dem Ahrtorfriedhof. Für den Haushalt 2021 äußerst der Ortsbeirat keine weiteren Wünsche.

In Sachen Insektenschutz berichtete Ortsvorsteher Peter Krämer, dass Blumenwiesen an der Deo-Kapelle in der Walporzheimer Straße, in der Herrestorffstraße und auf dem ehemaligen Ahrtorspielplatz angelegt sind, während die Anlage einer Blumenwiese vor der Grundschule Ahrweiler verschoben werden musste, da diese Fläche derzeit als Zusatzschulhof genutzt wird. Der Freundeskreis der Landesgartenschau (LaGa) hat unterdessen bislang 130 Blumenkübel im Stadtgebiet verteilt. Beantragen können die Kübel entweder Mitglieder der LaGa-Freunde, Mitglieder der beiden Werbegemeinschaften oder Ortsvorsteher für ihren Ortsteil.

Einstimmig billigte der Ortsbeirat eine Neugestaltung der Gedenkstätte der „Borromäerinnen“ auf dem Friedhof am Ahrtor. Dort wird eine 36 Quadratmeter große Fläche von der Firma Gartenbau Wershofen im Rahmen eines Azubi-Projektes bepflanzt. Hier werden das von der Firma Kniel restaurierte Borromäerinnen-Kreuz ebenso wie eine Gedenktafel mit einem Text von Hans-Georg Klein auf einer eigenen Stele aufgestellt. Die Tafel soll der Gedenktafel am Peter-Friedhofen-Haus ähneln und rund 700 Euro kosten. Der Heimatverein Alt-Ahrweiler unterstützt das Projekt auch finanziell.

Zu aktuellen Baumaßnahmen in Ahrweiler führte der Ortsvorsteher aus, dass die Fundamente für die neue Treppenanlage am Ahrtor gegossen sind, der Heimatverein übernimmt die Gestaltung der Räumlichkeiten im Ahrtor, durch die Gästeführer Besuchergruppen führen werden. Der Weiße Turm wird nebst Nebengebäude neu gestrichen. Der Hotelbau im „Alten Weinbau“ in der Adenbachhut hat begonnen. Hier wurde zum Schutz des Altstadtpflasters in Kurvenbereichen der Altstadt eine temporäre Asphaltschicht aufgebracht. Wie Peter Terporten vom Ing-Büro Hermann Terporten mitteilte, werden die Baumaßnahmen in der Oberhutstraße und in der Walporzheimer Straße bis zur Einmündung „Bitz“ voraussichtlich bis Ende November 2020 fertiggestellt. Danach erfolgt eine Kanalsanierung in der Walporzheimer Straße von der Einmündung „Bitz“ bis kurz vor dem Kreisel an der Deo-Kapelle. Die Straßenbauarbeiten in der Ahrallee beginnen im Juli 2020 an der St. Pius-Brücke und werden 12-14 Monate andauern. Hier werden zwar Leerrohre verlegt, aber keine Fernwärmeleitungen, da es keine ausreichende Nachfrage nach Fernwärme gibt. Der neue Radweg zwischen Roesgenstraße und Ursulinenbrücke wird noch in 2020 in der Bauzeit von drei bis vier fertiggestellt werden.

Wie Ortsvorsteher Krämer ausführt, schlägt die Verwaltung vor, während der Sperrung der Walporzheimer Straße den Weinbergsweg zwischen Weingut Silberberg und Adenbachbrücke für den Autoverkehr als Einbahnstraße in östliche Richtung zu öffnen, aber ohne auf diese Strecke mit Schildern hinzuweisen. So sollen vor allem Ortskundige die Ahrweiler Altstadt in der Bauphase besser erreichen. Der Ortsbeirat begrüßt den Verwaltungsvorschlag bei zwei Enthaltungen, bittet aber um eine vorherige Rücksprache mit den betroffenen Winzern.