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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 29/2021
Aktuelles
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-ANZEIGE- Ahrweiler Winzer-Verein ergänzt Angebot mit Bio-Weinen

Alexander Müller (l.) und Stephan Esser gönnen sich im Hofausschank des Ahrweiler Winzer-Vereins einen Blanc de Noir aus ökologischem Anbau.

Erstes Produkt aus ökologischem Weinbau ist ein Blanc de Noir

AHRWEILER. TW. „Premium“ steht in großen Buchstaben auf der Flasche, eine Premiere ist es für die Winzer vom Ahrweiler Winzer-Verein. Als erste der Genossenschaften an der Ahr hat das Unternehmen Wein aus ökologischem Anbau in sein Programm aufgenommen. „Die Nachfrage ist da“, sagt Geschäftsführer Stephan Esser. Ein erster Bio-Wein ist der 2020er Blanc de Noir trocken. „Der wurde im 500-Liter-Holzfaß ausgebaut“, so Betriebsleiter Alexander Müller. Er charakterisiert den Wein als perfekten Begleiter zu Mittag- oder Abendessen: „Die Röstaromen sind harmonisch eingebunden, die Fruchtaromen fügen sich dezent ein.“ Mit 13,5 Prozent Alkohol liegt der Wein um einen halben Prozentpunkt über dem Alkoholgehalt des klassischen Blanc de Noir. Die Gesamtsäure liegt bei 6,1 Gramm pro Liter.

Dass man sich für die Einführung des Bio-Segments entschieden habe, sei der erhöhten Nachfrage geschuldet, so die Winzer. Einen Hektar ökologisch bewirtschafteter Fläche hat man in der Genossenschaft übernommen. Dieser ist mit dem EU-Ökosiegel zertifiziert ist und wird mindestens einmal im Jahr auf die Einhaltung der Kriterien hin überprüft. Auf der Fläche wurde im vergangenen Jahr die erste Ernte an Spätburgundertrauben eingefahren. Nun wurden die ersten 800 Flaschen Blanc de Noir abgefüllt. Weitere Angebote sollen folgen, nämlich ein Rotwein im Barriqueausbau und danach ein klassischer Roséwein. Steigt die Nachfrage weiter, dann will man im Ahrweiler Winzerverein auch die Anbaufläche für ökologischen Anbau erweitern.

Dass der Anbau ökologischen Weins mehr Arbeit macht, als herkömmlicher Weinbau, verschweigt Alexander Müller nicht. „Gerade im Steillagenanbau macht sich das bemerkbar, weil hier mehr Handarbeit anfällt“, so Müller. Zudem ist der Ertrag um rund 20 Prozent gegenüber herkömmlichem Anbau geringer. Daher ist der Bio-Wein auch ein wenig teurer, als Blanc de Noir, der nicht aus ökologischem Anbei stammt. „Aber der Kunde nimmt das gerne in Kauf“, so Stephan Esser.

Erhältlich ist der 2020er “Premium” Blanc de Noir trocken aus ökologischem Anbau direkt beim Ahrweiler Winzer-Verein, über die Internetseite www.ahrweiler-winzerverein.de kann er auch im dortigen Shop bestellt werden. Die 0,75 Liter Flasche kostet 9,90 Euro.