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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 3/2021
Aktuelles
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Solarthermie-Anlage nahe der Berufsschule

Noch wird hier Baumaterial gelagert, künftig soll hier Solarenergie gewonnen werden.

Weiterer Baustein zu Ressourcen sparender Energieversorgung der Kreisstadt

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. TW. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler geht mit großen Schritten das Feld der Energieversorgung im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung an. Derzeit lassen die Ahrtalwerke, eine 51-prozentige Tochter der Stadt, zwischen Apollinarisstadion und Berufsbildender Schule im Stadtteil Bad Neuenahr ein weiteres Blockheizkraftwerk errichten. Das soll als Nebeneffekt im Eingangsbereich der Landesgartenschau 2022 die Besucher auf eine der Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energie zur Versorgung der Stadt mit Wärme hinweisen. Nicht weit von der Baustelle des Kraftwerks entfernt soll nun eine weitere Energiequelle für Wärme sorgen. Nördlich der Tennishalle ist im Zuge der neuen Anbindung der Bundesstraße 266 an die Kreuzstraße eine Freifläche entstanden, auf der die Stadt eine Solarthermie-Anlage errichten möchte, mit der das Fernwärmenetz der Ahrtal-Werke unterstützt werden soll. Mit der Thematik beschäftigte sich nun der Bau- und Planungsausschusses der Kreisstadt. Allerdings ging es dabei nicht um Aussehen und Dimensionen der Anlage, vielmehr stand für der Gremium die notwendige Änderung des Bebauungsplanentwurfs auf der Tagesordnung. Denn eigentlich ist besagte Fläche im Rahmen des Bebauungsplans „Beseitigung Bahnübergang Hauptstraße / Heerstraße“ als Ausgleichsfläche festgesetzt. Allerdings ist der Bereich bis dato noch nicht zu einer Ausgleichfläche umgesetzt, somit kommt es aktuell auch nicht zum Verlust ökologisch wertvoller Strukturen, wie Stadtplaner Karsten Hartmuth dem Bauausschuss gegenüber erläuterte.

Seitens der Verwaltung hat man mittlerweile eine andere städtische Fläche in der Gemarkung „An den Ulmen“ unweit der Ringener Straße und der Trasse der Ahrtalbahn als Ausgleichsfläche ins Auge gefasst. Diese ist der Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung allerdings aufgrund nicht ausreichender Ausmaße noch nicht ausreichend, wie Hartmuth mitteilte. Aktuell befinde man sich daher im Rahmen der städtischen Grundstücke noch auf der Suche, was aber kein Problem darstellen dürfte.

Wie genau die Solarthermie-Anlage aussehen soll, kam im Bauausschuss nicht zur Sprache. Die Änderung des Bebauungsplanentwurfs sieht allerdings eine Überbauung mit dem Faktor 0,8 vor. Dabei werden allerdings nicht 80 Prozent der Fläche bebaut, der Raum wird lediglich in größeren Flächen von der Anlage überdeckt, was bis zu einer Höhe von 3,50 Metern möglich sein soll. Als feste Bauten ist neben einem Raum für Transformatoren allerhöchstens noch ein kleiner Lagerraum für Material vorgesehen. Im Bau- und Planungsausschuss sorgte der Tagesordnungspunkt nicht für Diskussionen, lediglich Wolfgang Schlagwein (Grüne) interessierte sich für die Art der Übergabe der erzeugten Wärme an das Fernwärmenetz oder das Blockheizkraftwerk. Dem Beschlussvorschlag für den Stadtrat wurde einstimmig zugestimmt.