REGION. Das Jahr 2025 zeigte erneut, wie viel Engagement und Herzblut die Tierschutzarbeit erfordert.
Insgesamt wurden 385 Katzen in ein liebevolles Zuhause vermittelt, darunter 146 Kitten. Diese Zahl umfasst 207 Abgabekatzen aus privaten Haushalten sowie 178 Fundkatzen.
Viele Schicksale bewegten besonders: Kater Momo kam schwer krank, mit Gewehrkugeln im Körper und nur einem Auge zum Verein. Dank intensiver medizinischer Betreuung konnte er gerettet werden.
15 Katzen wurden aus einem Vermehrer-Haushalt gerettet, ebenso eine schwer kranke Katze von Ebay Kleinanzeigen, die wegen einer Gebärmuttervereiterung notoperiert werden musste.
Frühjahrszeit ist Kittenzeit? Nein. Das ganze Jahr war Kittenzeit!
Bereits im April wurden 22 Babys, vier tragende Katzen und zahlreiche erwachsene Notfellchen aufgenommen. Der Jahreshöchststand war im Juli mit 93 Katzen.
Die hohe Geburtenrate zeigt, wie wichtig Prävention und die Katzenschutzverordnung mit Kastrations- und Kennzeichnungspflicht ist.
Weitere Notfälle folgten: 18 Katzen wurden aus einem Vermehrer-Haushalt und einem Animal-Hoarding-Fall mit 26 Katzen aufgenommen.
Besonders belastend war ein Fall im Kreis Mayen mit 19 Katzen, darunter ein Kitten, das zweimal operiert werden musste.
Elsa, taub, verletzt und mit Hüftproblemen, stammte aus einer Sicherstellung mit 44 Katzen. Sie erhielt eine Hüftkopfresektion. Mittlerweile hat sie ein schönes Zuhause gefunden.
Eine junge geschwächte Mutterkatze mit 6 Babys konnte ihre Jungen nicht versorgen – die Pflegestelle fütterte die Kitten alle 2-3 Stunden mit dem Fläschchen.
Trotz Erschöpfung folgten weitere Rettungen und Fangaktionen, etwa für 5 Kitten auf einer Mülldeponie oder für Sunshine, die große Wunden (Autoimmunerkrankung) am Körper hatte. Die Behandlung war sehr langwierig und kostenintensiv.
Auch Mausi, die ihre Babys in einem Hochbeet in Bad Neuenahr zur Welt brachte und mit ihren 2 Babys ums Überleben kämpfte, konnte gerettet werden.
Neben Erfolgen gab es auch Schicksalsschläge: Die schwer fehlgebildeten Kitten Mehmet und Olga, Kater Charlie sowie der 16-jährige Wildling Karli gingen über die Regenbogenbrücke.
Dankenswerterweise wurde der Verein wieder von vielen Ehrenamtlern, Pflegestellen, Freunden, Tierärzten, Spendern, Adoptivfamilien, dem Team des FRESSNAPF Ahrweiler und Mülheim-Kärlich sowie ZOO und Unternehmen unterstützt.
Das Jahr 2025 zeigte, was Tierschutz bedeutet: Nächte ohne Schlaf, kein freies Wochenende und Feiertage – dafür unglaubliches Glück und größte Freude, wenn sich aus Notfellchen glückliche Katzen entwickeln, die in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden konnten. Genau dafür kämpfen die Katzenschutzfreunde jeden Tag!
Hotline: 02646 / 915928 oder info@katzenschutzfreunde.de