Titel Logo
Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 31/2020
Aktuelles
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Sonntagswort wird weitergesendet

Kamera läuft, Klappe und Action: in Gimmigen setzten Markus Bauer (l.) und Wolfgang Lingen (r.) Pastor Jörg Meyrer in Szene.

Viel positives Echo auf das online-Angebot der Pfarreiengemeinschaft

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. TW. In Zeiten des Lockdowns, als die Gotteshäuser zwar geöffnet waren, Gottesdienste aber nicht stattfanden, ging man in der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler online. Pastor Jörg Meyer und andere Mitstreiter kamen via Internet zu den Menschen. Nicht mit der Übertragung von heiligen Messen, sondern mit dem „Sonntagswort.“ Mal zehn Minuten lang, mal 15 und immer mit dem Evangelium des Tages im Mittelpunkt. Darüber hinaus ging der Pastor oder seine Mitarbeiter auf aktuelle Themen ein, sprachen über dieses und jenes, stellten den Bezug zur Kirche her oder übertrugen das Evangelium ins hier und heute. Jedes Sonntagswort kam von einem anderen Ort, oftmals aus Kirchen und Kapellen im Gebiet der Pfarreiengemeinschaft, aber auch schon Mal aus dem Weinberg und der freien Natur. Jetzt sind die Regelungen gelockert, es wird wieder in der Kirche Gottesdienst gefeiert. Aber am Sonntagswort will man in der Pfarreiengemeinschaft festhalten, wenn man es denn auch weiter produzieren kann. Es werden ehrenamtliche Mitstreiter gesucht.

Begonnen hatte alles mit der deutlichen Anfrage von Frank Reiland an Jörg Meyrer, nach der er nach den Corona-Schließungen nun online zu den Menschen kommen müsse. Reiland arbeitet ehrenamtlich in der Pfarreiengemeinschaft mit. Zu Hilfe kam mit Alexander Kramer ein Student aus dem Studienhaus St. Lambert in Lantershofen. Er kennt sich mit der Technik aus. Gesagt, getan: noch am gleichen Tag begab man sich in die Laurentiuskirche und drehte das erste Sonntagswort. Am 21. März wurde es veröffentlicht, wenige Tage nach dem Lockdown. Flugs verbreitete sich die Nachricht vom kurzen Internet-Angebote in der Kreisstadt, schon auf die erste Ausgabe klickten knapp 1.000 Menschen. Zahlen, die beibehalten werden konnten, mal höher, mal niedriger waren. Wahrscheinlich sind sie sogar um ein Vielfaches höher, denn nicht alle Verbreitungskanäle zählen mit. Man erreicht Menschen. Menschen, die aus den verschiedensten Gründen nicht zur Kirche kommen können oder wollen. Und man erreicht Menschen, die sich eigentlich gar nicht mit Kirche beschäftigten. Bislang jedenfalls nicht. Jörg Meyrer berichtet von einem katholisch-jüdischen Paar aus Bonn. Auch sie schauen sich das Wort jeden Sonntag an und gab ein positives Feedback. Wie überhaupt die Resonanz nur positiv ist.

Das jeweilige Drehbuch wird nicht geschrieben. „Das habe ich im Kopf, manchmal für Wochen im Voraus“, so der Pastor. Beim jüngsten Dreh in der Gimmiger Kapelle St. Cosmas und Damian assistierte Markus Bauer als Kameramann und Tontechniker in Personalunion. Ernst Müller verlas das Evangelium mit dem Gleichnis vom Senfkorn, Wolfgang Lingen Schnitt die Szenen zusammen und vervollständigte sie mit Fotos und Filmsequenzen aus der Kapelle und dem Außenbereich. Dabei wurde klar: es wird immer professioneller. Selbst Drohnenbilder, die das Gotteshaus aus der Luft zeigten, wurden eingeblendet. Was auch klar ist: das ist keine One-Man-Show. Und es kommen mittlerweile einige Stunden zusammen, bis ein Sonntagswort steht und am jeweiligen Samstagabend veröffentlicht werden kann. Und daher sucht die Pfarreiengemeinschaft auch noch interessierte Mithelfer, die sich gerne im Pfarrbüro (Telefon 02641/34737) melden können. Die Sonntagsworte finden Interessierte zum Beispiel über den Youtube-Kanal „Sankt Laurentius Ahrweiler.“

[Presseinfo der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler]