Gute Stimmung bei Kaffee und Kuchen an den mir Rosen geschmückten Tischen im Gemeindehaus.
AHRWEILER. „Wenn Du eine Rose schaust, sag, ich lass sie grüßen“, dichtete Heinrich Heine 1823. Die Besucherinnen des ökumenischen Nachmittags unter dem Thema „Rosenblüten“ in der Friedenskirche in Ahrweiler, zu dem die Evangelische Frauenhilfe Ahrweiler eingeladen hatte, werden sich gerne an diese Zeilen erinnern. Unter den Klängen der „Rosenwalzer“ von Johann Strauß und Peter Tschaikowsky suchten sich die Besucherinnen mit Hilfe der farblich passenden Rose ihren Platz im festlich geschmückten Gemeindesaal. Die liebevoll gestalteten Tischkarten mit Rosensprüchen aus dem Poesiealbum, ließen Erinnerungen an vergangene Zeiten und damit verbunden an Menschen, die solche Sprüche ins Poesiealbum geschrieben haben, wach werden.
Und dann gab´s ein Rosenquiz mit zehn Fragen z.B. „Hat die Rose Dornen oder Stacheln?“ Die Auflösung überraschte dann doch einige, denn botanisch korrekt hat die Rose Stacheln. Als Beispiel für die vielen Märchen- und Rosengeschichten wurde aus dem „Kleinen Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry das Gespräch zwischen dem Fuchs und dem kleinen Prinzen vorgetragen. Es wurde aber auch gesungen, aus der Vielzahl von Liedern zum Thema Rosen waren wohl „Sah ein Knab ein Röslein stehn“ oder „Es ist ein Ros entsprungen“ den Besucherinnen vertraute Melodien. Besonders interessant erzählten Susanne Schneider und ihr Team die Geschichte von der Lutherrose. Nachdem Martin Luther schon unter seine ersten reformatorischen Schriften einen Holzschnitt mit einer Rose setzen ließ, entschied er sich später, in seinem Wappen eine weiße Rose in deren Mitte sich ein rotes Herz mit einem schwarzen Kreuz befindet zu verewigen. So ist die Lutherrose auch in der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr als Rosette über dem Hauptportal nach einem Umbau im Jahr 1958 erhalten geblieben. Grund genug, den Namen der Kirche beizubehalten.