Viele neue Anregungen für die Ahrtalbahnfreunde gab es im Museum im Bahnhof Emmelshausen
EMMELSHAUSEN / AHRTAL. DG. Die Arbeiten zum Aufbau des künftigen Ahrtalbahnmuseums im Bahnhof Bad Bodendorf stehen für den Trägerverein Ahrtalbahnfreunde kurz bevor. Auch um sich dafür Anregungen zu holen, fuhr eine Gruppe aus dem Vorstand in das Hunsrückbahn-Museum nach Emmelshausen. Vor Ort erwartete sie Markus Göttert vom Freundeskreis, der das Museum im Bahnhof Emmelshausen betreibt. Es dokumentiert die Geschichte und Bedeutung der Hunsrückbahn, die heute noch von Emmelshausen nach Boppard führt und früher in der Gegenrichtung bis nach Simmern reichte. Die Gruppe aus Bad Bodendorf um ihren Vorsitzenden Ulrich Stumm und Museumsprojektleiter Edgar Steinborn konnte originale Exponate begutachten wie eine Hütte, die als Bahnhofsgebäude gedient hatte oder Signale und Hinweisschilder, die von der einst 53,5 Kilometer langen Bahnstrecke stammen. Elemente wie der Fahrkartenschalter mit originalem Drehteller und auf einer alten Maschine abgestempelte „Fahrkarten“ für den Eintritt interessierten die Gruppe von der Ahr ebenso wie die Modellbahnanlage, die Teile der Strecke wiedergibt. Auch funktionierende Bahntelefone, alte Uniformen und verschiedene technische Geräte fanden Aufmerksamkeit. Göttert stellte in Aussicht, dem künftigen Ahrtalbahnmuseum Exponate, soweit sie mehrfach im Hunsrückbahn-Museum vorhanden sind, zur Verfügung zu stellen. Dafür und für die spannende Führung durch das Museum dankte Vorsitzender Stumm dem Gastgeber. Man will sich wiedersehen, beide Eisenbahnmuseen streben langfristig einen Austausch an.