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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 36/2020
Aktuelles
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Unterirdische Gänge, Kommandozentralen und Tresorkammern

Alle Schotten dicht: 25 Tonnen schwere Rolltore verschließen den Zugangsbereich des Regierungsbunkers noch heute in 10 Sekunden – beeindruckend und beklemmend zugleich.

Fernschreibzentrum aus den 1970er Jahren im Bunker der nordrhein-westfälischen Landesregierung.

„Eifel-Bunker-Tour“: Drei geheime Orte des kalten Krieges an einem Tag erleben

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. Geheime Bunker, abgeschaltete Kommandozentralen, unterirdische Tresorkammern und Operationssäle: der Kalte Krieg hinterließ Orte der Zeitgeschichte, die 30 Jahre lang für den Ernstfall Atomkrieg eingerichtet waren. Die „Eifel-Bunker-Tour“ entführt an den Sonntagen 13. September, 27. September sowie 25. Oktober in drei markante Originalschauplätze dieser Zeit. Ein exklusives Tagesprogramm erklärt die Einrichtungen und ihre Hintergründe. Die Welt Anfang der 1960er-Jahre: Mauerbau, Kuba-Krise und eine beschleunigte atomare Aufrüstung führen zu einer internationalen Spannungsphase. Die NATO-Strategen entwerfen Szenarien für den Ernstfall und Bunkerbauten für politische, militärische oder wirtschaftliche Entscheidungsträger kommt eine zentrale Rolle zu. Ein ganzes System wird geheim geplant und gebaut. Nicht nur die Bundesregierung richtet ihren geschützten Ausweichsitz in der Eifel ein, sondern auch die nordrhein-westfälische Landesregierung und deren Landeszentralbank.

Durch dieses Kapitel des Kalten Krieges und in drei einstige Staatsgeheimnisse entführt die „Eifel-Bunker-Tour“. Der Regierungsbunker im Ahrtal als Kopf eines bundesdeutschen Katastrophenmanagements ist der Ausgangspunkt für die anschließende Busfahrt zu den angeschlossenen Krisenzentren von Landesregierung und Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen. Von unterirdischen Operationssälen, einem Friseursalon oder dem Bunker-Bundespräsidialamt geht es zum Schlafzimmer des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und einem voll eingerichteten Fernschreibzentrum bis hin zu einem Bunker-Radiostudio. Die „Eifel-Bunker-Tour“ endet hinter einer tonnenschweren Tresortür und in Arbeitszimmern der Landeszentralbank. Von hier sollten im Krisenfall der Devisenverkehr, die Zahlungskreisläufe innerhalb des Landes wie auch die Bargeldversorgung für NATO-Truppen und Bundeswehr sichergestellt werden. Drei Bunker, eine Aufgabe: die Handlungsfähigkeit des Staates sollte auch im Atomkrieg so lange wie möglich funktionieren. Bundesweit einmalig, verbindet die „Eifel-Bunker-Tour“ drei Orte des Kalten Krieges in einem Tagesprogramm, das die Sonderführungen, den Bustransfer und die Verpflegung enthält. Dauer: 10 bis 18 Uhr. Anmeldungen nimmt der Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. unter 02641/917165 oder verkauf@ahrtal.de entgegen. Weitere Infos unter www.ahrtal.de.