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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 38/2020
Aktuelles
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Politik und Handel im Gespräch

Christian Baldauf (l.) und Horst Gies kamen schnell mit Besuchern der Rotweinmetropole ins Gespräch.

Auf seiner Stippvisite schaute sich der CDU-Spitzenkandidat Baldauf „Heimat shoppen“ in Ahrweiler an.

CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf machte sich in Ahrweiler ein Bild vom Heimat shoppen

AHRWEILER. TW. Herrliches Spätsommerwetter, das bedeutet gerade in der Wander- und Weinlesezeit volle Straßen, Plätze und Restaurants in der Rotweinmetropole Ahrweiler. Hinzu kommt, dass der Inlands-Tourismus auch jetzt noch boomt. Unter diesem Eindruck besuchten auch Vertreter der Landespolitik die Rotweinmetropole, um sich die Aktion „Heimat shoppen“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) anzusehen. Christian Baldauf, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz im kommenden Jahr, war zu einer erneuten Stippvisite an die Ahr gekommen. Im kurzen Dialog mit IHK, Stadt und den Werbegemeinschaften wurde dabei nicht nur Heimat shoppen vorgestellt, auch die Sorgen und Nöte des Handels wurden erörtert.

Baldauf zeigte sich von der IHK-Initiative angetan, machte aber auch deutlich, dass er sich große Sorgen um den Einzelhandel in den Städten mache. Rückblickend stellte er fest, dass bei anderer Handhabe der Corona-Pandemie nicht alle Geschäfte für einen langen Zeitraum hätten schließen müssen. Auch die Diskussion um verkaufsoffene Sonntage ohne Bindung an ein Ereignis regte er wieder an, die SPD geführte Landesregierung hatte dies ja für das laufende Jahr abgelehnt. „Politik muss aufpassen, dass am Ende nicht alle im Internet kaufen“, mahnte der Christdemokrat. Bürgermeister Guido Orthen brachte es auf den Punkt: „Wir brauchen Aktionen wie Heimat shoppen und verkaufsoffene Sonntag, um Geld zu verdienen. Das muss man auch mal sagen dürfen.“ Dem stimmte auch MdL Horst Gies zu, der die Landesregierung aufforderte, endlich Rahmenbedingungen für Weihnachtsmärkte zu schaffen.

Tanja Gille von der IHK und City-Manager Kevin Hengsberg stellten unterdessen die Aktion Heimat shoppen vor. Im Gebiet der IHK Koblenz beteiligten sich in diesem Jahr 36 Kommunen mit rund 2.000 Händlern. In der Kreisstadt registrierte Hengsberg 90 Anmeldungen mit der Bitte um Werbematerial. „Tatsächlich dürften es weit mehr als 100 Betriebe sein, die mitmachen. Leider können wir wegen der Corona-Pandemie kein großes Rahmenprogramm bieten“, so der City-Manager.