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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 39/2020
Aktuelles
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Hochhaus anstelle der Tennishalle

Die alte Tennishalle (hinten links) soll einem Neubau mit ähnlicher Höhe wie bei den daneben liegenden Bauten weichen.

Bauausschuss der Kreisstadt empfiehlt Änderung des Bebauungsplanentwurfs „In der Held“

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. TW. Ein Gebäude mit bis zu sechs Stockwerken ist für Bad Neuenahr-Ahrweiler schon als Hochhaus einzuordnen. Ein solches soll jetzt am Ende der Mittelstraße entstehen. Maximal 25 Meter hoch, mit einer Tiefgarage darunter und genau dort, wo jetzt die vor rund 30 Jahren aufgegebene Tennishalle steht. Die diente zuletzt als Lagerfläche für den Betriebshof der Kreisstadt und hat als solche nun ausgedient, weil der Betriebshof neue Unterkünfte errichtet hat. Die Stadt will das Gelände nun vermarkten und das Geld zur Refinanzierung der Betriebshof-Kosten einsetzen. Das Haus, dass nun entstehen soll, soll sechsstöckig werden und als Wohnhaus dienen. Damit ist es in guter Nachbarschaft zwischen zwei ebenfalls mehrstöckigen Wohnhäusern und dem 15-geschossigen Wohnstift Augustinum.

Hier kann in einer städtebaulich verträglichen Weise eine verdichtete, mehrgeschossige Bebauung realisiert werden. Die betreffende Fläche befindet sich innerhalb des Geltungsbereichs des rechtsverbindlichen Bebauungsplans „In der Held“, der hier die Festsetzung „Tennishalle“ trifft. Daher soll der Bebauungsplan zugunsten einer Wohnbebauung geändert werden. Die Empfehlung an den Stadtrat hierzu gab der Bau- und Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung bei einer Enthaltung von Ursula Koll (SPD). Die wollte zunächst einmal geklärt wissen für den denn gebaut werden soll: „Ich kann nur zustimmen, wenn hier sozialer Wohnungsbau verwirklicht wird und nicht, wenn schicke und teure Eigentumswohnungen gebaut werden.“ Peter Krämer (CDU) entgegnete, man solle doch nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen. Für CDU-Mann Andreas Geschier ist es indes egal, ob Miet- oder Eigentumswohnungen entstehen. Er sieht in dem Bau an besagter Stelle den Vorteil, dass hier eine vorhandene Bebauung ersetzt wird und damit keine neuen Grünflächen angegangen werden müssen. Auch die anderen Fraktionen begrüßten das Vorhaben.

Die Empfehlung des Bau- und Planungsausschusses an den Stadtrat beinhaltet neben dem Beschluss des Bebauungsplanentwurf „In der Held - 4. Änderung“ auch den Verzicht auf die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit und der Behörden sowie die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs mit Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange.