Titel Logo
Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 44/2020
Aktuelles
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Ahrweiler Weihnachtsmarkt wurde abgesagt

Obwohl die Konzepte Zuspruch fanden, fällt der Budenzauber der Pandemie zum Opfer

AHRWEILER. TW. Sie hatten sich so viel Mühe und Arbeit gemacht bei der Ahrweiler Werbegemeinschaft, um den weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannten Weihnachtsmarkt in einer Pandemie-konformen Art und Weise darstellen zu können. Man hatte sogar ein Büro mit der Ausarbeitung von Plänen beauftragt. Angesichts der aktuell stark steigenden Infektionszahlen schlug die Werbegemeinschaft nun aber eine Kehrtwende ein und sagte den Weihnachtsmarkt in der Altstadt von Ahrweiler ab. Für die Anbieter in den Holzbuden, aber auch für Handel und Gastronomie in der Rotweinmetropole ist das ein weiterer herber Rückschlag in Corona-Zeiten.

„Wir haben uns die Entscheidung, den Weihnachtsmarkt in Ahrweiler in diesem Jahr ausfallen zu lassen, nicht leicht gemacht“, sagt Thorsten Hermann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Ahrweiler, Hermann führte weiter aus: „Die Zahl der COVID-19-Infektionen steigt derzeit sprunghaft an und sorgt für Verunsicherung – nicht nur bei uns, sondern in der gesamten Bevölkerung. Als Veranstalter des Weihnachtsmarkts stehen wir gegenüber den Besuchern und Standbetreibern gleichermaßen in Verantwortung. Wir wollen beide Gruppen nicht einer gesundheitlichen Gefährdung aussetzen. Im Fall der Standbetreiber kommt auch noch das finanzielle Risiko im Falle einer kurzfristigen Absage hinzu.“

Seit Jahresbeginn liefen die Vorbereitungen für den Weihnachtmarkt in Ahrweiler – und seit Beginn der Corona-Pandemie steht die Werbegemeinschaft Ahrweiler in Kontakt mit den zuständigen Behörden, um Möglichkeiten zur Durchführung und Konzepte zu erörtern. Das erarbeitete Hygienekonzept, bei dem auch Erfahrungen der Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH eingeflossen sind, erhielt nach Abstimmung mit der Kreis- und Stadtverwaltung eine Genehmigung. Geplant waren drei getrennte Gastronomie-Bereiche mit speziellen Hygienemaßnahmen und Kontaktverfolgung sowie teilweise Einbahnstraßenregelungen für die Besucherführung. „Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Beteiligten für das unermüdliche Engagement rund um den Weihnachtsmarkt bedanken“, sagt Herrmann. „Dass diese Arbeit nun keine Früchte trägt, ist bedauerlich, am Ende aber auch aus unserer Sicht leider alternativlos.“ Mit den gesammelten Ideen und Erfahrungen hofft man nun, den Weihnachtsmarkt 2021 mit neuen Konzepten angehen zu können.