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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 50/2025
Aktuelles
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"Weißte Wat? Mije schwätzen Platt!"

Sie brachten die Stimmung in den Saal

Wenn eine Idee auf fruchtbaren Boden fällt!

HEIMERSHEIM. Was im vorigen Jahr mit einem Versuch in der Begegnungsstätte hinter der Heimersheimer Kirche startete, scheint sich zu einer jährlichen Veranstaltung auszuweiten.

Die Begrüßung durch Manfred Linden machte bewusst: es ist was Befreiendes, so zu reden, wie man als Kind gelernt hat.

Daran erinnerte auch Güter Odenkirchen, indem er die Übersetzung des Dialektes gleich mitlieferte. Was Fisterenöllche heißt, brauchte er nicht zu erklären, weil das im Gelächter unterging.

Irene Thöing ließ in ihren Anekdötchen durchblicken, was sich früher, als es noch nicht viel Verkehr gab, auf der Straße abspielte.

Johanna Gies berichtete von ihrem anstrengend schönem Jahr, was sie als Queen Mom, also als Mutter einer Karnevalsprinzessin erlebte. Sie scheint es gut weggesteckt zu haben, denn lachend übergab sie das Mikrofon ihrer Schwester Birgitt.

Wer kannte nicht Beckesch Haan - Heinrich Becker? Was man von ihm nicht wusste, gab Tochter Birgitt preis. In einem zweiten Vortrag erinnert sie daran, dass ihre Zeit in Freudenstadt nichts mit Freude zu tun hatte und von Heimweh nach Heimersheim geprägt war.

Ernst Füllmann schmetterte alte Gassenhauer und Manfred Rothe spielte vor der Pause auf seinem „Schifferklavier“ die Nationalhymne: „Oh du mein Heimersheim“.

Herbert Möhren wusste aus seiner Junggesellenzeit über die eingeschlafene Tradition des Heules zu erzählen, den zugereisten Herren an den Junggesellen-Verein bezahlen musste, wenn sie ein Heimersheimer Mädchen heiraten wollten.

Manfred Linden tröstete alle mit der Zuversicht, dass in hundert Jahren alles vorbei ist!

Bernd Robrecht sang, dass Jerusalem nicht weit von Bethlehem liegt und was sich einst in Heimersheim zugetragen hat.