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Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ausgabe 51/2025
Aktuelles
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Künstlerisches Erlebnis im Regierungsbunker mit der Are-Künstlergilde

Are Gilde treffen im Bunker

AHRWEILER. Die Ausstellung „SchutzRäume/SchutzTräume“ der Are Gilde ist zu Ende. Leiterin der Dokumentationsstätte Heike Hollunder begleitete die etwa 150 interessierten Besucher. Mit Worten zur Kunst im Bunker stimmte Eva-Maria Kreuter, Präsidentin der Are Gilde, die Gäste ein.

Im Entree erstaunte das Gemälde „Pfingstrosen“ von Antje Schlaud. „Rosengarten“ war der Deckname des Geheimnis Bunker. Ralf Schlegel betonte in krasser Rot- und Grün-Farbgebung, dass der Mensch sich auch vor der toxischen Gefahr von Sicherheitsräumen schützen muss. Dieter Droth brachte in seinen Fotografien lebensnah die Ambivalenz zwischen Sicherheit und Isolation zum Ausdruck. Ulrich Eltgen hingegen zeigte in seinen Werken eine magische Welt, in der es neben negativen Strukturen durchaus auch viele positive Aspekte gibt, durch die das Bedrohliche verdrängt werden kann. Cristina Schäfer erahnte in ihren Gemälden mit trostsuchenden Menschen durch die Farbgebung in Gelb und Blau die Kriegswirren der Ukraine. Sven Schalenbergs Werke zeigen, wie trügerisch die Sicherheit in Schutzräumen ist, wie in einem „Frauenhaus“. Angelika Castelli schuf ein Gemälde namens „Eurydike“. Im Schicksal dieser Göttin zeigt sich die Unvollkommenheit menschlicher Entscheidungen, zutreffend auf den Bunker. Petra Groiß schuf plastische Elemente dem Gedanken von O. Cornvel folgend „Friede, der kein Friede ist“. Am Tunnelende rief Margarete Gebauer mit ihrer Installation auf: Vertraut der Friedensgöttin Eirine, habt Sehnsucht und Mut zum Frieden. Werner W. Steber dekorierte in die dunkle Betonröhre eine Lichtskulptur aus Spiegelglas mit strahlenden Effekten. Hier sang Stefanie Nießen das älteste Gebet der Welt in die Betonröhre. Es schallte zurück und beeindruckte tief.