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Asslar - Die Woche
Ausgabe 20/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Neues aus dem Rathaus

 

Liebe Aßlarer,

im Stadtteil Werdorf laufen derzeit die Kanal- und Straßenbauarbeiten im Bereich der Siedlungserweiterung Südost. Viele Bürgerinnen und Bürger haben in den vergangenen Tagen bereits bemerkt, dass der provisorisch eingerichtete Fußweg zum Netto-Markt momentan nicht mehr genutzt werden kann. Die Sperrung wird voraussichtlich bis zum Abschluss der Bauarbeiten Ende März 2027 erforderlich sein.

Mir ist wichtig, die Hintergründe hierzu offen darzustellen.

Die Sperrung erfolgte nicht leichtfertig, sondern aus Gründen der Sicherheit. Leider kam es im Baustellenbereich wiederholt zu sehr gefährlichen Situationen. Teilweise bewegten sich Fußgängerinnen und Fußgänger mit Kinderwagen oder Rollatoren unmittelbar zwischen den laufenden Bauarbeiten hindurch. In einzelnen Fällen liefen Menschen sogar unter arbeitenden Baggerschaufeln vorbei. Für die ausführende Baufirma war diese Situation verständlicherweise nicht mehr verantwortbar, sodass der Weg gesperrt werden musste.

Gleichzeitig ist mir bewusst, dass der Wegfall dieser fußläufigen Verbindung für viele Menschen in Werdorf einen echten Einschnitt darstellt. Gerade ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger oder Menschen ohne Fahrzeug empfinden die Erreichbarkeit des Netto-Marktes derzeit als deutlich schwieriger.

In diesem Zusammenhang möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es aus meiner Sicht derzeit keinesfalls empfehlenswert ist, alternativ über den Radweg entlang der Bundesstraße B277 zu gehen und die Bundesstraße im Bereich des Netto-Marktes zu queren. Aufgrund der Verkehrssituation und der gefahrenen Geschwindigkeiten stellt dies ein sehr gefährliches Unterfangen dar.

Der Ortsvorsteher von Werdorf, Birger Hahn, und ich stehen deshalb bereits im engen Austausch über die aktuelle Situation. Darüber hinaus habe ich mich an die zuständige Dezernatsleitung bei Hessen Mobil gewandt, um nochmals auf die Gefährlichkeit der Querungssituation hinzuweisen. Gemeinsam versuchen wir zu prüfen, ob zumindest für die Dauer der Baumaßnahme eine sicherere Übergangslösung geschaffen werden kann.

Dabei geht es beispielsweise um die Frage, ob eine temporäre Querungshilfe, eine Bedarfsampel oder eine andere provisorische Sicherung der Querungssituation möglich sein könnte. Natürlich müssen solche Maßnahmen fachlich und verkehrsrechtlich geprüft werden. Dennoch halte ich es für wichtig, die Sorgen und Hinweise aus der Bevölkerung ernst zu nehmen und gemeinsam nach praktikablen Lösungen zu suchen.

Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und bitte gleichzeitig eindringlich darum, die Baustellenabsperrungen zu respektieren und keine riskanten Wege durch oder entlang des Baufeldes zu wählen. Sicherheit muss hier oberste Priorität haben.

Ich wünsche Ihnen in dieser Woche einen schönen Feiertag und - wenn es Sie betrifft - ein schönes langes Wochenende.

Ihr Bürgermeister
Christian Schwarz