Mit der kommunalen Wärmeplanung schafft die Stadt Aßlar eine wichtige Orientierung für die Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Akteure, in welchem Gemeindeteil sich künftig welche Art der Wärmeversorgung besonders anbietet. Damit aus der Wärmeplanung am Ende kein „Papiertiger“ wird, sondern ein realitätsnahes Konzept mit praktischen Umsetzungsempfehlungen, ist ein enger Austausch mit Akteuren der Energie- und Wärmeversorgung sehr wichtig. Ein solches Treffen fand im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung Mitte April im Aßlarer Rathaus statt. Bürgermeister Christian Schwarz und Projektleiterin Maria Schaaf hatten dazu die lokalen Energieversorger zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen.
Zu Beginn stellte das mit der Wärmeplanung beauftragte Expertenkonsortium den aktuellen Stand der Arbeiten vor. Dies umfasste die Bestands- und die Potenzialanalyse sowie einen Ausblick auf erste, denkbare Szenarien. Bei der Potenzialanalyse werden die Potenziale verschiedener klimaneutraler Energieträger untersucht, um festzustellen, welche davon in Aßlar künftig für die Wärmeversorgung in Frage kommen. Im Rahmen der Szenarienanalyse werden für einzelne Gebiete mögliche Umsetzungsszenarien einer klimaneutralen Wärmeversorgung skizziert.
Gerade in dieser Phase des Prozesses ist die Einbeziehung der Erfahrungen, Planungen und Expertise lokal engagierter Versorger entscheidend für den Erfolg der Wärmeplanung. Die teilnehmenden Unternehmen brachten sich sehr konstruktiv in das Treffen ein. Die Ergebnisse werden nun verwendet, um die Potenzial- und Szenarienanalyse fertigzustellen und mit der Entwicklung eines Zielszenarios der künftigen Wärmeversorgung zu beginnen.