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Asslar - Die Woche
Ausgabe 21/2026
Gestaltung Innenteil Seite 5
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Wanderung durch die Berghäuser Gemarkung bis zur Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre Grillhütte Berghausen“

Rund 70 Interessierte begaben sich am vergangenen Wochenende auf eine besondere Wanderung durch die Gemarkung Berghausen. Die Veranstaltung bildete nach dem akademischen Abend einen weiteren Auftakt zur 800-Jahr-Feier, die am kommenden Pfingstwochenende stattfindet. Unter dem Motto „Zusammenspiel von Landwirtschaft und Landschaftspflege - verständlich erklärt“ erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit heimischer Betriebe.

Erste Station war der Biobetrieb von Antje Kaps. Auf rund 180 Hektar setzt der Grünlandbetrieb auf Mutterkuhhaltung und Rindermast mit eigenem Schlachtbetrieb. Im Mittelpunkt stand die Rolle der Landwirtschaft für die Landschaftspflege. Anschaulich erläuterte man unterschiedliche Grünlandstandorte, geeignete Mahdzeitpunkte und deren Auswirkungen auf Natur und Artenvielfalt. Beim anschließenden Kaffee und Kuchen nutzten viele die Gelegenheit zum Austausch, bevor ein Rundgang über Wiesen und Weiden mit Pflanzenbestimmungen den ersten Teil abrundete.

Weiter ging es zum Sonnenhof der Familie Keiner. Bei bestem Wetter erhielten die Teilnehmenden dort einen Einblick in die moderne Milchviehhaltung. In den Stallungen wurde deutlich, wie Aufzucht, Fütterung und Haltung der Tiere organisiert sind. Zahlreiche Fragen - etwa zur Weidehaltung, zur Futtergewinnung oder zum Arbeitsalltag - beantwortete die Familie ausführlich. Auch die Technik stieß auf großes Interesse: In der Maschinenhalle konnten unter anderem ein Feldhäcksler und mehrere Traktoren besichtigt werden.

Der Nachmittag klang bei einer kleinen Verköstigung mit Milchprodukten der Molkerei Schwälbchen und frischem Kakao aus, bevor sich die Gruppe zur Berghäuser Grillhütte aufmachte.

Dort lud der Verschönerungsverein zu einem gemeinsamen Abschluss mit kühlen Getränken und Grillgut ein. Gleichzeitig wurde das 50-jährige Bestehen der Grillhütte gefeiert. Vorsitzende Nicole Bender erinnerte daran, dass die Hütte im Jahr 1976 in rund 1.200 Stunden ehrenamtlicher Arbeit errichtet wurde. Bis heute wird sie vom Verein gepflegt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie eng Landwirtschaft, Landschaftspflege und gelebte Dorfgemeinschaft miteinander verbunden sind. Der Verschönerungsverein nutzte die Gelegenheit zudem, um für neue Mitglieder zu werben - mit dem Ziel, Traditionen, Brauchtum und das Ortsbild auch künftig zu erhalten.