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Asslar - Die Woche
Ausgabe 32/2026
Gestaltung Innenteil Seite 2
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Interessanter Vortrag zum Thema "Abfallentsorgung im LDK" bei den Aßlarer Gesprächen

Links im Bild, der älteste Besucher Friedemann Pfeiffer, mit 92 Jahren

Die Bürger des LDK produzieren im Jahr ca. 125 000 Tonnen Müll. Sie setzen sich zusammen aus 50 000 Tonne Restmüll, 25 000 Tonnen Bioabfalle und 15 000 Tonnen Altpapier und sonstige. Dafür müssen ca.2, 7 Millionen Mülltonnen pro Jahr im Kreis geleert werden. Dies berichtete in einem hochinteressanten Vortrag, Wolfgang Pfeiffer Technischer Betriebsleiter der Abfallentsorgung des LDK, über die kommunale Müllentsorgung. Die AWLD ist ein Eigenbetrieb des Lahn-Dill Kreises mit Sitz in Wetzlar. Sie kümmert sich um Abfallwirtschaftliche Aufgaben, um Infrastruktur, Abfallmengen, Abfallsammlung, Abfallentsorgung, Abfallgebühren und den Gewerblichen Bereich. Sie arbeitet nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz.

Die Deponie in Bechlingen ist die einzige im LDK welche noch in Betrieb ist. Die zweite Deponie in Dillenburg/Oberscheld ist stillgelegt. Die Bechlinger Deponie. hat eine Fläche von 420.000 Quadratmeter und eine Restlaufzeit von ca. 50 Jahren mit 2,1 Mio. Kubikmeter. Hier sind 50 Mitarbeiter beschäftigt Die Bürger können hier ihre Abfälle teilweise kostenlos abgeben. Gesammelt werden dort; Altpapier, Elektroschrott, Gartenabfälle, Hausmüll, Sperrmüll, Bauschutt etc. Ziel ist die Möglichkeit der Abfallvermeidung. In 21 Städten und Gemeinden gibt es einen Wertstoffhof in dem ebenfalls die Bürger ihren Abfall kostenlos abgeben können. Der Kreis hat 12 Spezialfahrzeuge mit denen er die Abfälle dort täglich holt. Auf der Deponie in Bechlingen werden täglich ca. 500-700 Tonnen angeliefert. Die angelieferten Abfälle werden Größtenteils der Wiederverwertung zugeführt. Seit 30 Jahren ist die Deponie ein großer Umschlagplatz für unseren Hausmüll. Der gesamte Abfall, der in den Mülltonne landet, verlässt die Deponie wieder, um an anderer Stelle weiterverarbeitet, weiter behandelt und verwertet zu werden. Das bedeutet, dass der Müll aus Bechlingen nach Nordhessen gebracht wird.. Trotzdem wächst der Müllberg stetig. Das liegt daran, dass dort Bauschutt, Erdaushub, Beton und Steine abgelagert werden. Die Abfallgebühren im Lahn-Dill-Kreis werden nach Gefäßgröße und Leerungshäufigkeit berechnet. Es gibt drei Größen bei den Mülltonnen: 120 Ltr. 240 Ltr. und 1100 Ltr. Der Kreis ist zuständig für die Tonnen grau, blau und grau. Das Einsammeln der gelben Tonne ist Sache des Dualen Systems. Durch Abfallvermeidung und Abfalltrennung können die Bürger Einfluss auf die Höhe der Gebühren nehmen. Dies geschieht durch einen Chip der an jeder Mülltonne angebracht ist und der die Leerhäufigkeit registriert.

Insgesamt werden 125.000 Tonnen Siedlungsabfall im LDK eingesammelt und einer Verwertung zugeführt.

Die Abfallgebühren im Lahn-Dill-Kreis werden immer für 5 Jahre angepasst. Die Gebühr setzt sich zusammen aus einer Grundgebühr, je nach Größe. und einer Leistungsgebühr, ein durchschnittlicher Personenhaushalt bezahlt eine jährliche Abfallgebühr von mindestens 116,92 Euro Auf der Deponie ist ein eigenes Blockkraftwerk in Betrieb, welches Strom aus Deponiegas erzeugt. Aktuell kommen so ca. 800.000 Kilowattstunden zusammen, um die Deponie mit Strom zu versorgen. Der Überschuss wird in das öffentliche Netz eingespeist. Für das Einsammeln von Schadstoffen gibt es über 100 Sammeltermine pro Jahr. Hier werden eingesammelt, ua: Klebstoffe, Farben, Lacke und Desinfektionsmittel. Außerdem werden im Lahn-Dill-Kreis jede Woche feste Schadstofftermine in Bechlingen angeboten. Die AWLD erstellt jedes Jahr einen Abfallkalender der jedem Haushalt zugestellt wird. Sie erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 37 Millionen Euro. Der Referent beantwortete noch einige Fragen von den Zuhörern. Eine Frage bezog sich auf das Werner Best Haus.Hier wohnen 40 Personen und es sind jeweils nur 2 graue und 2 blaue Tonnen a 1100 Ltr. vorhanden, welche aber nicht ausreichen, sie sind immer voll und es wird Müll vor sie abgelegt. Ein unhaltbarer Zustand. Herr Pfeiffer versprach das zu prüfen. Zum Schluss dankten die Zuhörer mit Beifall und er erhielt ein Geschenk.

Edith Muskat, Stadträtin a.D. hatte zuvor die 30 Gäste begrüßt und den Referenten vorgestellt. Sie dankte auch den Damen aus dem Werner -Best-Haus, welche wieder eine wunderschöne Tischdeko arrangiert hatten diesmal mit Wiesenblumen. Ebenso Karsten Müller vom Kontakt mit seinem Team welche Kaffee und Kuchen servierten.

Das Team der Aßlarer Gespräche bedankt sich bei allen Teilnehmen und den Gästen und lädt zur nächsten Veranstaltung für Sonntag, den 30.8. 2026 um 12°° Uhr zum „Rippchen Essen“ anlässlich der Aßlarer Kirmes herzlich ein.