Im Verein für Heimatgeschichte in Werdorf gibt es wohl wieder eine neue Tradition: Das 1. Werdorfer Backhausfest am Sonntag war ein voller Erfolg. "Alles leer und der Hoingk floss in Strömen", freute sich der Vorsitzende Alexander Kleber. Nicht zuletzt, weil es auch nach 45 Jahren immer noch neue Ideen gibt und der Verein wächst und gedeiht. Initiator war das Backhausteam des Vereins, eine Gruppe um Sprecherin Maike Michl mit rund 20 Mitgliedern, die seit einem Jahr besteht. Der monatliche Stammtisch trifft backt regelmäßig im Backhaus Brote und Kuchen. Die Backergebnisse wurden auf dem 1. Werdorfer Backhausfest zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert und kamen bestens an. Die fleißigen Bäcker hatten nicht nur köstliche Brote gebacken, sondern auch zehn Bleche Hefekuchenklassiker wie Quetsche-, Riwwel-, Apfel oder Schmand und ernteten großes Lob. Allein 100 Brote wurden außer Haus verkauft, der Rest liebevoll aufgeschnitten und belegt. Die "Gourre Bruude" auf der Speisekarte hatten besondere Namen: Kurt war mit Schinken belegt, Karl mit Kochkäse, Fritz mit Kräuterquark, Minna mit Schmalz und Lina mit Hoingk auf Butter oder Quark. Dazu wurde "Werdorfer Prügel" gereicht, für die Mettwurst in Brotteig gebacken wurde, und für die gesellige Runde gab es das gute, alte "Schnapsebruud". Aus dem Bierpils wurden die passenden Getränke gereicht, die Blasmusik Werdorf unterstützte diese neue Veranstaltung mit einem 1,5h-stündigen Konzert und schon um 11 Uhr startete der Frühschoppen rund um das Backhaus. Später ging es dann im Rahmen des Tages des lebendigen Denkmals zünftig weiter. Das Aßlarer Heimatmuseum im Schloss öffnete Tore und Türen und auch die evangelische Kirche stand wie immer im Blickpunkt. Dazu gab es warmes und sonniges "Werdorfer Wetter", so dass die Besucher in Strömen kamen und sich auf dem abgesperrten Areal rundum wohl fühlten. Kleber schätzt rund 250 - es könnten auch weit mehr gewesen sein.