„Integration beginnt mit dem gemeinsamen Schulweg, über den Unterricht im Klassenzimmer, reicht bis zum Nachmittagsprogramm in vielfältigen AGs und setzt sich in allen Erlebnissen an außerschulischen Lernorten und Studienfahrten fort. Wenn Kinder lernen, dass Vielfalt selbstverständlich ist und jeder Mensch mit seinen Stärken und Fähigkeiten dazugehört, nehmen sie diese Haltung auch mit in unsere Gesellschaft und leben Integration“, waren die einführenden Worte von Schulleiterin Annegret Schilling zur diesjährigen Verleihung des Integrationspreises an der Johannes-Gutenberg-Schule. Geehrt wurden die Preisträger für ihr vielfältiges Engagement und ihren Einsatz für ein gelingendes Miteinander. Durch ihre Arbeit leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander in Kontakt kommen, sich austauschen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig Integrationsarbeit sein kann.
11 Projekte und Initiativen wurden zur Preisverleihung nominiert und die Entscheidung fiel schließlich auf das Sprachcafé und Kleiderkarussell in Hohenahr, den Integrationsbeauftragten Malek Alkoairi in Driedorf und den Verein Toleranz durch Sport e. V. in Aßlar. Die Preise überreichte die Hauptamtliche Kreisbeigeordnete Dr. Rebecca Neuburger-Hees, zuständig in der Kreisverwaltung für die Bereiche Kinder- und Jugendhilfe sowie Soziales und Integration.
Der Schulsanitätsdienst und die Technik-AG der JGS waren in gewohnter Manier präsent und sorgten im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf. Die Schulband und die Lehrerband übernahmen den musikalischen Part und sorgten mit ihrem starken Auftritt für einen klangvollen und würdigen Rahmen. Dabei bewiesen die Musikerinnen und Musiker eindrucksvoll, was der irisch-deutsche Violinist und Superstar Daniel Hope über das gemeinsame Musizieren einmal gesagt hat: „Dieser Moment, wenn plötzlich etwas entsteht, das niemand allein hätte erschaffen können.“ Und genau dieser besondere Moment war auch bei der Preisverleihung an der JGS zu erleben und unterstrich somit noch einmal den Integrationsgedanken auf musikalische Art.