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Asslar - Die Woche
Ausgabe 48/2023
Gestaltung Innenteil Seite 7
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Kreativteam belebt Gemeindehaus

Bürgermeister Christian Schwarz (2.v.l.) und Pfarrer Martin Reibis (3.v.r.) mit den Mitgliedern des Klein-Altenstädter Kreativ-Clubs.

Christian Spahn, Carina Reuschling, Silke Ilge, Anke Schaus, Ursula Wellstein, Matina Hansel, Heike Weber-Horz, Catinka Menzel und Renate Göhringer-Goldbach treffen sich seit einigen Monaten alle zwei Wochen dienstags im evangelischen Gemeindehaus in Klein-Altenstädten, um gemeinsam ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und schöne Dinge zu kreieren. "Wir haben verschiedene Themen, lernen die Hobbys der anderen kennen und haben sehr viel Freude bei der anregenden Arbeit", so Initiatorin Carina Reuschling. Am Samstag hatte das "Kreative Kietzenäst" nun zu einem adventlichen Basar in das Gemeindehaus ingeladen, um sich der Bevölkerung vorzustellen und vor allem andere zu motivieren, sich der Gruppe anzuschließen. "Bei uns kann jeder mitmachen, der Spaß an selbst gemachten Sachen hat", so Reuschling. Für gute Zwecke konnte man so am Samstag weihnachtliche Deko, Kränze und verschiedene Leckereien kaufen und im Anschluss auch noch Kaffee und Kuchen genießen. Zum einen wird die eigene Kirchengemeinde bedacht und zum anderen ein sozialer Zweck, der noch nicht feststand. "Vo allem Äbbes" hatten die kreativen Köpfe in ihrer Einladung versprochen und konnten in der Tat mit vielen schönen Dingen aufwarten. Schöne Adventsgestecke, Sterne, Gehäkeltes, Gestricktes, Honig und schönes aus Bienenwachs, Genähtes, feine Gelees und Vieles mehr zog begeisterte Blicke auf sich und ließ in gemütlicher Stimmung sogar schon etwas Weihnachtsstimmung aufkommen. "Wej froiher", entfuhr es manchem, der den Saal betrat. Reuschlings Mutter Ursula Wellstein gehörte zu dem Bastelkreis, der viele Jahre an gleicher Stelle alljährlich einen Basar veranstaltete, von dessen Erlös das Gemeindehaus profitierte. "So habe ich unser Gemeindehaus noch nie gesehen und ich bin begeistert, dass hier so viel Lebendigkeit herrscht", freute sich Pfarrer Martin Reibis, der den Basar offiziell eröffnete. Es sei sehr schade, wenn Häuser leer stehen. Neben dem sonntäglichen Gottesdienst, den Proben der Chorgemeinschaft und Yogastunden bringt nun auch der Kreativ-Club Leben ins Haus und gibt der Bevölkerung eine Möglichkeit, sich zu treffen und das Miteinander zu genießen. In seiner Andacht erinnerte der Pfarrer daran, dass jeder für sich Vieles mit sich trägt, aber einmal im Jahr durch die Lichter im Advent sich alle öffnen und die Dächer durchsichtig werden, um dieses besondere Licht der Welt zu empfangen. "Es werden sich in den kommenden Wochen drei Türen für uns auf tun", so der Pfarrer in Bezug auf das gemeinsam gesungene "Macht hoch die Tür", das von Ulrike Uhl an der Orgel begleitet wurde. Die Tür der Gewohnheit könne mit Fantasie und neuen Träumen geöffnet werden. Bei der Vorsicht, die Vieles verhindert, sei es der Mut und die Angst könne der Glaube besiegen. Das konnte auch Bürgermeister Christian Schwarz bestätigen: "Man soll nicht immer alles abblocken, sondern auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten, um voran zu kommen." Schwarz fand es schön, dass es in Aßlar jetzt eine solche Plattform für Kreativität gibt und lud dazu ein, sich künftig auch beim Aßlarer Weihnachtsmarkt zu präsentieren. "Ich freue mich, dass wir hier sein dürfen und so viele tolle Frauen - und ein Mann - diese Gelegenheit nutzen, Zeit miteinander zu verbringen."