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Asslar - Die Woche
Ausgabe 5/2026
Gestaltung Innenteil Seite 4
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Zum Jahresanfang: Asslarer Gespräche

Zum Jahresanfang der Asslarer Gespräche in 2026 hielt Pfarrer Marin Reibis eine Andacht mit der Jahreslosung: Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu. Er wünschte den Anwesenden noch ein gutes neues Jahr. Denn die Welt ist leider nicht friedlicher geworden und die Probleme nicht geringer. Das kann weder Feuerwerk noch Bleigießen zu Silvester ändern. Daher ist es gut, dass die Kirche zum Jahreswechsel andere Akzente setzt. Auch die guten Vorsätze zum neuen Jahr sind wichtig. Dieser Brauch hat seinen Ursprung im Umfeld strenger Protestanten, bei Calvinisten, Puritanern oder Pietisten. Zwei Punkte werden genannt, zum einen, dass Menschen nach den ausgelassenen Feiern zu Weihnachten und zu Silvester wieder zu mehr Enthaltsamkeit ermahnt werden. Der andere Punkt ist die grundsätzliche Angst vor der Sünde. Gute Vorsätze sollen sie davor bewahren, Opfer der eigenen Sündhaftigkeit zu werden. Heute hat sich das geändert, gute Vorsätze sind heute: weniger Stress, mehr Zeit für die Familie, gesünder leben. Sie haben mit dem christlichen Glauben weniger zu tun und sind der Realität zugewandt. Ein guter christlicher Brauch sind auch die Jahreslosungen, die es seit 1930 gibt. Sie sind eine wichtige Tradition und ein Begleiter durch das neue Jahr. „Siehe, ich mache alles neu“ Dieser Satz steht im letzten Buch des neuen Testamentes, in der Offenbarung des Johannes. In dieser Schrift beschreibt der Seher seine großartige Vision vom Ende der Zeit, von dem was kommen wird, aber noch nicht ist. Als Christ leben wir in der Erwartung, dass Gott seine Versprechen erfüllen wird. Das Versprechen Gottes, dass er alle neu machen wird und dass dann keine Tränen mehr sein werden, kein Schmerz und kein Tod, das zeigt, dass Gott um unser Elend weiß und es ihm nicht egal ist. Doch wann wird es soweit sein. Der neue Himmel und die neue Erde gehen dort auf, wo wir leben und sie gehen jetzt auf. Noch hat das Neue erst begonnen, die Welt zu verwandeln, doch das Vertrauen darauf, kann uns jetzt schon begeistern und stärken. Er schloss mit einem Gebet und den wunderbaren Zeilen von Dietrich Bonhoeffer; „von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag“

Edith Muskat vom Magistrat der Stadt hatte zuvor die 15 Gäste und den Referenten begrüßt. Sie dankte auch den Damen aus dem Werner -Best-Haus, welche wieder eine wunderschöne Tischdeko arrangiert hatten diesmal mit einem Tulpengruß auf den Tischen. Ebenso Karsten Müller vom Kontakt mit seinem Team welche wieder Kaffee und Kuchen servierten. Das Team bedankt sich bei den Besuchern und lädt zum Vortrag von Hilde Kaps am 19. 2. 26 um 14.30 Uhr ein: Sie spricht über 60 Jahre Städtepartnerschaft Aßlar mit St. Ambroix. Der Vortrag findet im Werner Best Haus statt.