Vielfältig und auch anstrengend waren die „Reparaturen und Korrekturen“ in der Natur, die im vergangenen Halbjahr von der Nabu Mernes/Jossatal erledigt wurden. Vorsitzender R. Ziegler hatte in den letzten Monaten ausführlich von den unterschiedlichsten „Baustellen“ berichtet, im Bemühen begonnene Projekte weiterzuführen und alle aktuell anfallenden Erledigungen anzupacken.
Was, wenn wir unsere Nabu-Aktiven-Gruppe nicht hätten.
Nun ist es wieder Zeit, die Natur sich entfalten zu lassen, zu sehen, wie die Naturkreisläufe sich beleben, unsere Arbeit Früchte trägt.
Große Sorge bereiten nach wie vor, die anhaltenden Rückgänge in der Vogelwelt. Vor allem sind es die Langstreckenzieher unter den Vögeln, die Jahr für Jahr spärlicher werden.
Waldlaubsänger, Baumpieper, die Rohrsänger-Arten. Ebenso Braunkehlchen, Gartenrotschwanz und Rohrammer.
Auffällig wenig auch die Allerweltsarten Bach- und Gebirgsstelze (siehe Foto)
Erfreulich, wenigstens in unserem Dorf, die große Anzahl der zurückgekehrten Mehlschwalben.
Auch Rauchschwalben waren pünktlich Ende März wieder zu sehen und zu hören.
Deren Schicksal hängt allerdings tatsächlich davon ab, ob es auch in Zukunft warme Ställe mit viel Großvieh und Fliegen an den Wänden geben wird. Hier spielen immer wesentlicher die Hygiene- Auflagen für Ställe seitens der EU eine Rolle, aber auch das Wegsterben kleinerer Bauernhöfe, manchmal einfach, weil keine Nachfolger da sind.
Das es möglich ist, Arten gezielt zu fördern, wie das beim Weißstorch geschehen ist, heißt aber nur, dass es Symphatieträger gibt, die man kennt und liebt, weil sie uns schon lebenslang immer wieder begegnen. Angefangen in Märchen und Sagen, als Wappenvogel und Babybringer.
Vor allem aber ist der Weißstorch eine Art, die sich schon in den Anfängen der bäuerischen Kultur dem Menschen sehr angenähert hat, weil die Art von dessen Tätigkeiten der Felderbewirtschaftung sehr profitierte.
Vielen anderen „unauffälligen“ Arten wird keine Träne nachgeweint, weil man sie schlicht nicht kennt.
Es ist das genau das Anliegen von Vogelexkursionen oder Ausstellungen, die landauf und –ab angeboten werden. Nur was man kennt, muss man nicht unbedingt lieben. Aber man weiß es zu schätzen, wenn man hört, die und die Art, mit besonderen Ansprüchen kommt bei uns vor.
Eine dieser Möglichkeiten zum Kennenlernen wird am 9. Juli beim Tag der offenen Tür in der Merneser Auenhalle angeboten.
Von 10°° Uhr bis 18 Uhr werden Schwerpunkt-Themen des Vogel- und Naturschutzes, aber auch Exkursionen angeboten.