Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
sehr geehrte Damen und Herren der Gemeindevertretung,
liebe Gäste,
seit der letzten Sitzung der Gemeindevertretung gibt es Folgendes zu berichten:
Aufgrund der zustimmenden Beschlussfassung des Haushaltes 2026 bereits im November letzten Jahres und der zeitnahen Genehmigung durch die Kommunalaufsicht beim LDK konnten bereits Anfang des Jahres Ausschreibungen auf den Weg gebracht und auch schon Aufträge vergeben werden.
So wurden für die Dachdeckerarbeiten am Kindergarten Niederweidbach 5 Dachdeckerfirmen angefragt. Leider wurde, vermutlich aufgrund des eingeschränkten Zeitfensters zur Durchführung der Arbeiten in den Ferien, hat lediglich eine Firma ein Angebot abgegeben. Der Angebotspreis lag jedoch unter der veranschlagten Kostenschätzung, sodass der Auftrag an die Fa. Müller aus Herborn-Seelbach vergeben werden konnte.
Die Fenster sowie die offenliegende, dem Wetter ausgesetzte Balkenkonstruktion der Friedhofshalle Oberweidbach weißt teilweise verstärkt Verwitterungsschäden auf, ist aber von der Holz-Grundsubstanz her noch in Ordnung.
Da Anstricharbeiten nur einen zeitlich begrenzten Effekt versprechen, wurde die Verkleidung der Holzteile zum Wetterschutz mittels Aluminiumprofilen ausgeschrieben.
Es haben drei Firmen ein Angebot abgegeben.
Der entsprechende Auftrag wurde an die Firma Rinn aus Hohenahr-Erda vergeben.
In den nächsten Tagen wird die Ausschreibung für den Aus und Umbau der Herrmann-Cloos-Anlage/Lindenweg in Ndwb. auf den Weg gebracht werden können.
Gerne hätten wir die Maßnahme bereits etwas früher ausgeschrieben.
Aufgrund der komplexen Planungen und des immensen Abstimmungsbedarfs unter allen Beteiligten konnte leider das für die Ausschreibung notwendige Leistungsverzeichnis durch das beauftragte Planungsbüro nicht früher fertiggestellt werden.
Wir hoffen dennoch in Anbetracht des noch frühen Zeitpunktes im Jahr auf ein gutes Ausschreibungsergebnis.
Im Bereich unseres gemeindlichen Bauhofs wird zum 1. März 2026 für den Bereich Tiefbau ein zusätzlicher Mitarbeiter eingestellt werden.
Hintergrund dafür sind die in den letzten Jahren immens angestiegenen Kosten für Fremdleistungen in diesem Bereich.
Diese rechtfertigen in ihrer Höhe die Beschäftigung eines zusätzlichen Mitarbeiters, der dann zusätzlich zu den anfallenden Arbeiten im Tiefbau unseren Bauhof unterstützen wird.
Aufgrund des durchgeführten Ausschreibungsverfahrens und seiner Eignung wurde Herr Elvis Domazet eingestellt. Herr Domazet bringt 25 Jahre Berufserfahrung sowie fundiertes Wissen im Tiefbau und in anderen Baubereichen mit und hat bereits über viele Jahre in unserer Gemeinde für eine beauftragte Fremdfirma Tiefbauarbeiten durchgeführt.
Erfreulicherweise hat unsere Hauptamtsleiterin Jana Paulus zum 9. Februar, nach Beendigung ihrer ersten Elternzeitphase, zunächst bis August in Vollzeit ihren Dienst im Rathaus wieder angetreten.
Dies bringt uns und gerade den Mitarbeiterinnen, welche verschiedene Aufgaben von Frau Paulus übernommen hatten, besonders im Hinblick auf die im letzten Jahr doch insgesamt sehr angespannte Personalsituation, zumindest vorläufig eine hohe Entlastung und wir heißen Frau Paulus herzlich Willkommen zurück.
Der diesjährige Winter war bisher im Vergleich zu den letzten Wintern, ich will es mal nennen, „herausfordernd“.
Unser Personal im Winterdienst hat in den Tagen mit Glatteis und vor allem heftigem Schneefall teilweise ab 4 Uhr morgens seinen Dienst angetreten um z.B. Bushaltestellen und ca. 50 km Gemeindestraßen von Schnee und Eis zu befreien. Priorität haben Steilstücke. Hauptverkehrsstraßen, wichtige Verbindungen und bekannte Gefahrenstellen. Nebenstraßen folgen dann zeitversetzt.
Der Winterdienst wird teilweise durch parkende Autos noch zusätzlich erschwert. Hier sind insgesamt, entgegen der zum Teil bestehenden Erwartungshaltung in der Bürgerschaft, dem Machbaren und auch dem per Gesetz Gebotenen deutlich Grenzen gesetzt.
Es ist nicht immer ganz einfach, wenn man bei dieser herausfordernden Aufgabe noch zusätzlich Beschimpfungen oder ungerechtfertigter Kritik ausgesetzt ist.
Berechtigte Kritikpunkte haben wir in jedem Fall an den Bauhof weitergegeben und versucht die Dinge besser zu organisieren.
Die Beschwerdeführung der Einwohner war manchmal, alleine hier im Rathaus, schon spannungsgeladen.
Ich möchte den MA des Bauhofs sowie unseren externen Kräften und auch den Rathaus-MA am Telefon an dieser Stelle besonders für ihren bisherigen diesjährigen Einsatz im Winterdienst und an der Beschwerdefront danken.
Bisher sind bis etwa Mitte Februar an Kosten im Bereich Winterdienst ca. 35.000 € angefallen, wobei noch zusätzliche Salzreserven aus den Vorjahren vorhanden waren.
Die Vorbereitungen zur anstehenden Kommunalwahl laufen auf Hochtouren.
In der vorletzten Woche wurden die Wahlbenachrichtigungen an die Wahlberechtigten verschickt und es sind bis heute schon knapp 500 Anträge auf Briefwahl online und schriftlich im Wahlamt eingegangen.
Auf der Homepage der Gemeinde ist unter der Rubrik „Informationen zur Kommunalwahl“ ein interaktiver Probestimmzettel sowie ein Musterstimmzettel im PDF-Format zu finden.
Es ist erfreulich, dass sich über drei Gruppierungen hinweg insgesamt 53 Bewerberinnen und Bewerber zur Wahl stellen und Verantwortung für unsere Gemeinde übernehmen wollen.
Ebenso konnten in unseren Ortsteilen genügend Bewerber für die jeweiligen Ortsbeiräte gefunden werden, sodass auch in Zukunft ein wichtiges Bindeglied zwischen BGM und Verwaltung auf der einen Seite und den Ortsteilen auf der anderen Seite vorhanden sein wird.
Zum Abschluss meines Berichtes möchte ich, da dies die vermutlich letzte Gemeindevertretersitzung in dieser Legislaturperiode sein wird, allen Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern, den Ortsbeiräten sowie meiner Kollegin und den Kollegen aus dem Gemeindevorstand ausdrücklich herzlichen Dank sagen. Den sicher ausscheidenden Mandatsträgern wünsche ich schon jetzt für die Zukunft alles Gute und persönliches Wohlergehen.
Ich habe die Zusammenarbeit und die Diskussionen in und mit den Mandatsträgern, und ich glaube ich spreche da auch für unsere Verwaltung, immer als sehr wertschätzend, an der Sache orientiert und zum Wohle unserer Gemeinde wahrgenommen. Auch wenn ab und zu einmal kontrovers zu verschiedenen Themen debattiert wurde, hatte dies innerhalb der Gremien, nach meiner Wahrnehmung, im Nachgang auf keiner Seite irgendwelche Auswirkungen auf die erneute sachliche Herangehensweise an die anstehenden Themen und man hat immer wieder vernünftige Debatten geführt.
Dies spricht für eine Ausübung der Mandate zum Wohle der Gemeinde.
Meinen Dank möchte ich mit der Hoffnung verbinden, dass auch durch die am 15. März neu zu wählenden Gremien diese Vorgehensweise weiterhin gelebt wird, denn nur gemeinsam können wir gerade in unserer nicht nur finanziell herausfordernden Zeit unsere Gemeinde in eine möglichst positive Zukunft führen.
Im Anschluss an diese letzte Gemeindevertretersitzung möchte ich gemeinsam mit unserem Vorsitzenden der GV Hans Rompf euch Alle gerne einladen noch für einen Moment da zu bleiben. Es ist ein kleiner Umtrunk vorbereitet und wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam diese Legislaturperiode ein wenig ausklingen lassen könnten.
Soweit der Bericht des GVo, ich wünsche noch einen schönen Abend und danke für die Aufmerksamkeit.