Ehrengrab vin Prinz Carl
Uhus vor dem Ehrengrab
"Alte Bachschleife" mit Thomas Heß
Wenn Engel reisen, lacht der Himmel, wenn UHUS reisen ebenso.
Und wenn dann noch kostenlos geschliffene Edelsteine verschenkt werden, dann strahlen auch die Augen.
Die Fahrt im modernen Doppelstockbus durch Taunus, Westerwald, Eifel und Hunsrück war sehr angenehm. Das Mittelgebirge wird von den Flüssen Rhein, Mosel, Saar und Nahe umrahmt, ausgedehnte Wälder wechseln sich mit landwirtschaftlichen Nutzflächen ab, dazwischen drehen sich unzählige Windräder.
Unser erstes Ziel, Kirschweiler, liegt an der Deutschen Edelsteinstrasse. Der Wasserreichtum der Idar war die Grundlage für die Errichtung zum „Dorf der Edelsteinschleifer“. Noch heute wird das gewerbliche Leben von Betrieben des Edelsteinschleifer- und Goldschmiedehandwerks geprägt.
Moderne Maschinen erledigen heute überall auf der Welt die harte Arbeit der damaligen Schleifer. Die Achate, Saphire, Rubine, Zirkone, Diamanten, Amethyste und viele andere Arten, die in Afrika, Asien oder Südamerika gefördert werden, sind weitaus größer und so sind schon damals viele einheimische Edelsteinschleifer samt ihren Werkzeugen ausgewandert.
In der „Alten Bachschleife“ in Kirschweiler haben Silvia und Thomas Heß ein kleines Museum errichtet. Der Besucher erlebt hautnah die knochenharte Arbeit der Edelsteinschleifer aus vergangenen Tagen. Weite Wege zu den Mühlen, stundenlanges Liegen vor den Schleifsteinen, ohne Schutz für Augen und Gesicht. Schnaps half, die quälenden und miserablen Arbeitsbedingungen zu lindern. Es war mucksmäuschenstill, so beeindruckend war der Vortrag von Thomas Heß.
Im Schmuck- und Mineralienhaus nebenan konnte man weitere Exponate ansehen oder kaufen.
Unser Mittagessen wird im Hochwaldhof in Bruchweiler serviert.
Während der Fahrt nach Idar-Oberstein erfahren wir weitere Informationen über die Deutsche Edelsteinstrasse. Seit 1976 wird alle zwei Jahre eine Edelsteinkönigin gekürt, bis Ende des Jahres trägt Vivian Heidrich diese Krone.
Idar-Oberstein ist bekannt für seine idyllischen Altstadtgässchen, seine zahlreichen Schmuckgeschäfte, sein Edelstein- und Mineralienmuseum und für seine Felsenkirche.
Auf dem Rückweg besuchen wir auf dem Hauptfriedhof in Bad Kreuznach das Ehrengrab von Prinz Carl zu Solms-Braunfels. Er lebte von 1812 bis 1872 und gründete als Generalkommissar des „Mainzer Adelsvereins“ zusammen mit 300 deutschen Auswanderern 1845 in Texas eine kleine Siedlung. In Anlehnung an seine deutsche Heimat nannte er sie „New Braunfels“. Er wird heute noch liebevoll „Texas Carl“ genannt.
Bis zu seinem Tode lebte er auf Schloss Rheingrafenstein in der Nähe von Bad Kreuznach. Seine Tochter Sophia und seine Frau Sophie sind ebenfalls hier beerdigt.
Wenn einer eine Reise tut, jetzt kann er was erzählen.