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Braunfelser Stadtnachrichten
Ausgabe 36/2026
Aus unserer Stadt
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Nachwuchsfeuerwehr rückt gemeinsam zum Einsatz aus

22 Jugendliche schließen Übung erfolgreich gemeinsam Maurice Pauli (l.), Michael Rack (r.) und Martin Bettner (2. v. r.) ab. (Foto: Florian Kunkler)

Auch Bürgermeister Breithecker stattete der Übung einen Besuch ab. (Foto: Florian Kunkler)

Szenefoto Innenangriff (Foto: Florian Kunkler)

Szenefoto Innenangriff (Foto: Florian Kunkler)

Szenefoto Außenangriff (Foto: Florian Kunkler)

22 Jugendliche üben in Neukirchen den Ernstfall – gemeinsame Aktion der Jugendfeuerwehren in Braunfels

Blaulicht und Martinshorn ertönen, wenige Augenblicke später treffen die ersten Einsatzfahrzeuge am Dorfgemeinschaftshaus in Neukirchen ein. Für die Jugendlichen der Braunfelser Jugendfeuerwehren ist die Lage schnell klar: Im Gebäude ist ein Feuer ausgebrochen, zudem wird eine Person vermisst. Was nach einem echten Feuerwehreinsatz aussieht, ist an diesem Samstag jedoch eine Übung – für die jungen Brandschützer dennoch eine Gelegenheit, ihr Können unter realistischen Bedingungen unter Beweis zu stellen.

22 Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren Altenkirchen, Philippstein und Bonbaden waren gemeinsam mit elf Betreuerinnen und Betreuern an der Übung beteiligt. Unterstützt wurden sie von Feuerwehrleuten aus den Einsatzabteilungen Braunfels und Tiefenbach. Die Feuerwehr Neukirchen unterstütze örtlich nach Kräften mit Grillgut und kühlen Getränken. Geplant hatte die rund 45-minütige Übung der Bonbadener Jugendfeuerwehrwart Maurice Pauli.

Am Übungsobjekt angekommen, wurden die Jugendlichen in zwei Gruppen eingeteilt. Mit eigenen Funkgeräten und Atemschutzübungsattrappen ausgestattet, übernahm eine Gruppe den Innenangriff. Ihre Aufgabe: die vermisste Person finden und retten sowie den angenommenen Brand bekämpfen. Die zweite Gruppe kümmerte sich parallel um die Wasserversorgung und stellte den Brandschutz rund um das Gebäude sicher.

Damit wurde nicht nur das feuerwehrtechnische Können der Jugendlichen gefordert - auch Kommunikation, Zusammenarbeit und das Arbeiten als Team spielten eine wichtige Rolle. Am Ende war die Lage erfolgreich abgearbeitet. „Ihr habt das Übungsziel super erreicht: Person gerettet, Feuer aus“, lobte Maurice Pauli die Nachwuchsbrandschützer nach dem Ende der Übung.

Auch Bürgermeister Christian Breithecker war vor Ort und zeigte sich beeindruckt von der Einsatzbereitschaft der Jugendlichen: „Ihr seid die Zukunft unserer Feuerwehr und somit auch der Sicherheit in Braunfels. Bleibt dabei und macht so weiter“, gab er den jungen Feuerwehrleuten mit auf den Weg.

Übung als Signal für engere Zusammenarbeit

Für die Braunfelser Jugendfeuerwehren ging es an diesem Tag allerdings um mehr als nur das Üben eines Einsatzszenarios. Die gemeinsame Übung sollte auch ein Zeichen für eine künftig noch engere Zusammenarbeit setzen. Stadtjugendfeuerwehrwart Martin Bettner hatte im Namen der Jugendfeuerwehren zur Übung auch die Öffentlichkeit eingeladen.

„Es freut uns sehr, dass der Einladung einige gefolgt sind und unsere so wichtige Jugendarbeit auch Wahrnehmung erfährt“, war sich Martin Bettner mit Stadtbrandinspektor Michael Rack nach der Übung einig.

Denn nicht in allen Braunfelser Stadtteilen gibt es derzeit eine eigene Jugendfeuerwehr. Neukirchen und Tiefenbach verfügen aktuell über keine aktive Jugendabteilung. Kinder und Jugendliche aus Neukirchen werden in Bonbaden betreut. Auch für den Feuerwehrnachwuchs aus Tiefenbach sollen kurzfristig Lösungen gefunden werden.

Gemeinsame Ausbildungen sollen dabei helfen, die Jugendlichen und Betreuer über die Grenzen der einzelnen Stadtteile hinweg stärker miteinander zu verbinden. „Wir wollen und werden in der Jugendarbeit noch weiter zusammenwachsen, um auch den Stadtteilen, in denen aktuell keine eigenständige Jugendarbeit betrieben werden kann, besser unter die Arme greifen zu können“, betont Martin Bettner.

Die Übung in Neukirchen könnte damit zum Auftakt einer neuen gemeinsamen Entwicklung werden. Das Fazit der Verantwortlichen fällt entsprechend eindeutig aus: „Wir wollen gemeinsam mehr erreichen – die Übung war ein gelungener Auftakt!“