@ Gemeinde Breitscheid
Beim diesjährigen Hessischen Mundartpreis in Marburg war auch die Gemeinde Breitscheid vertreten: Der Medenbacher Siegbert Werner nahm mit seinem Beitrag an dem Wettbewerb teil und präsentierte damit die heimische Mundart aus der Region.
Zur Preisverleihung hatte Hessens Heimatminister Ingmar Jung in den Marburger Lokschuppen eingeladen. Insgesamt gingen rund 100 Bewerbungen aus ganz Hessen ein. Zahlreiche Projekte, Initiativen und Einzelpersonen setzten sich dabei mit viel Engagement für den Erhalt und die Pflege der hessischen Dialekte ein.
„Es ist toll zu sehen - und noch mehr zu hören - wie lebendig unsere hessischen Dialekte sind und mit welcher Kreativität sie in ganz Hessen gebraucht werden“, betonte Minister Jung bei der Veranstaltung. Fast 200 ehrenamtlich Aktive aus dem ganzen Bundesland waren der Einladung nach Marburg gefolgt.
Mit zwei Hauptpreisen zeichnete die Jury Projekte aus, die sich besonders um die Mundart verdient gemacht haben. Prämiert wurden die Mundartfreunde Südhessen für ihr Märchen-Hörbuch „Es woar emol“, das von Muttersprachlern eingesprochen wurde, sowie der Arbeitskreis Mardorfer Dorfgeschichte für seinen generationenübergreifenden Austausch rund um den „Mardorfer Dialekt“. Beide Projekte erhielten jeweils 3.000 Euro Preisgeld.
Auch Sonderpreise wurden vergeben: Die Dark Vatter Combo wurde für ihr musikalisches Engagement in Mundart ausgezeichnet. Zudem erhielt das Schulprojekt der Uznamen Lauterbach eine besondere Würdigung.
Auch in der Gemeinde Breitscheid wurde die Teilnahme gewürdigt. Bürgermeister Yannick Konrad (Bild: rechts) überreichte Siegbert Werner in der Gemeindebücherei Erdbach als Anerkennung ein Präsent. Passend zum Thema schenkte er ihm eine Mundartsammlung des Erdbachers Gotthold Enners.
Der Wettbewerb zeigt, wie lebendig und vielfältig die hessische Mundart weiterhin ist. Bürgermeister Konrad freut sich: „Mit seiner Teilnahme trug Siegbert Werner dazu bei, die regionale Sprache aus Medenbach und der Gemeinde Breitscheid auf Landesebene sichtbar zu machen und ein Stück kulturelle Heimat zu bewahren.“