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Breitscheider Nachrichten
Ausgabe 31/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Besuch des Gemeindevorstandes im Kalksteinwerk Medenbach

Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung war der Gemeindevorstand zu Gast im Kalksteinwerk Medenbach. Vor Ort informierten die Herren Heinz und Henseling umfassend über das Unternehmen, die Produktionsabläufe, die künftigen Herausforderungen sowie mögliche weitere Abbauvorhaben.

Seit 1914 wird in Medenbach hochreiner devonischer Massenkalk mit einem Calciumcarbonatgehalt von 97 bis 98 Prozent gewonnen und verarbeitet. Aus dem Rohstoff entstehen unter anderem Edelsplitte für Beton- und Fertigteilwerke, Kalksand, Kalksteinmehl sowie Gabionensteine. Die Produkte kommen in zahlreichen Bereichen zum Einsatz, beispielsweise im Bauwesen, in der Stahlindustrie, bei der Glasherstellung oder der Rauchgasentschwefelung.

Beeindruckend sind auch die Dimensionen des Betriebes. Der Steinbruch erreicht eine Tiefe von rund 110 Metern. Mit einem täglichen Energiebedarf von mindestens zwei Megawatt sowie einem entsprechend hohen Wasserbedarf zählt das Werk zu den größten Energie- und Wasserverbrauchern der Gemeinde. Ein Teil des Strombedarfs wird über ein eigenes Blockheizkraftwerk gedeckt. Durch die Umstellung des Waschprozesses soll künftig zudem deutlich mehr Wasser eingespart werden.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand der offene Austausch zwischen Gemeinde und Unternehmen. Positiv hervorgehoben wurde das in den vergangenen Jahren gewachsene Vertrauensverhältnis. Viele Themen, insbesondere im Zusammenhang mit der Schauhöhle, konnten stets in enger Abstimmung und im gegenseitigen Einvernehmen behandelt werden. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit soll auch künftig die Grundlage für einen konstruktiven Dialog bilden.

In diesem Zusammenhang wurden auch mögliche Erweiterungspläne angesprochen. Aktuell konzentriert sich das Unternehmen auf noch zu genehmigende Abbaumaßnahmen innerhalb des bestehenden Abbaugebietes, welche einen Fortbestand des Werkes über Jahrzehnte sichern könnten.

Der Gemeindevorstand bedankt sich bei den Herren Heinz und Henseling für die informative Führung, den offenen Austausch und die Bereitschaft, den vertrauensvollen Dialog auch künftig fortzuführen.