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Breitscheider Nachrichten
Ausgabe 4/2023
Schulnachrichten
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Fritz-Philippi-Schule

Zum Tode von Helga Hopf, die am 5. Dezember 2022 im Alter von 93 Jahren verstarb

Bei einem nahezu lebenslangen Engagement von Helga Hopf im Gemeindeleben war es folgerichtig, dass Pfarrer Horst Martin Stancke bei der Trauerfeier am 12. Dezember sowohl den Bürgermeister als auch zwei Lehrerinnen der Fritz-Philippi-Schule zu Wort kommen ließ.

Roland Lay listete die vielfältigen Aktivitäten der Verstorbenen auf, die nicht zuletzt auch dazu geführt hatten, dass ihr im Jahre 2012 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen wurde.

Ganz obenan stand für Helga Hopf der Kontakt mit den Kindern der Schule in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. „Frau Hopf wertschätzte das Leben in vergangener Zeit in Breitscheid, eine Zeit, die sie selbst durchlebte, aufschrieb und mit Bildern und Fotos dokumentierte“, kommentierte Eva Abel diesen jahrzehntelangen Einsatz, und ergänzte: „Mit ihr war lebendiges Lernen möglich. Ihr Leben war voll von Bedeutung und Sinn“.

Im Zentrum dessen, was sie vermittelte, „stand die Freude des Lebens an und mit der Natur, die direkte Herstellung von Lebensmitteln und unser gesamtes Angewiesensein auf die Schöpfung“, ergänzte Sabine Schüller, und sagte: „Genau das ist für unsere Kinder so existentiell notwendig und wichtig, da sie ja heute vielfach so ganz anderes aufwachsen. So gesehen war Helga ganz von „heute“, damit in der jetzigen Generation ein Wissen um einen dankbaren und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Erde erwachsen kann. In diesem Sinn fügt es sich auch wunderbar, dass wir vor zwei Jahren als Schulgemeinschaft den Gemüsegarten in der Langenaubacher Straße von Helga in unseren Schulgarten umwandeln konnten und ihn nun bearbeiten, in dem wir säen, wachsen sehen und ernten. Ich denke, das wäre genau in ihrem Sinne gewesen und sie hätte Freude daran gehabt, ihren Garten neu erblühen zu sehen.

Und so schließe ich mit einer Zeile aus dem wunderbaren Gedicht von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, das Sie sicher alle in Ihrer Schulzeit auswendig gelernt haben. Im letzten Absatz heißt es: „So spendet Segen noch immer die Hand…“

Man kann sich sicher sein, dass manche dieser Kinder, die Helga Hopf erlebten, sich auch dann noch an diese Seniorin erinnern werden, wenn sie selbst schon längst erwachsen sein werden und ihr eigenen Kinder in die Schule schicken.