Titel Logo
Busecker Nachrichten
Ausgabe 29/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Demenz verstehen - Menschen mit Demenz wertschätzend begegnen

Buseck. Demenz bedeutet den Verlust von funktionsfähigen Nervenzellen im Gehirn. Demenz aus dem Lateinischen übersetzt heißt „ohne Verstand“ oder „Verlust des Geistes“. Die Betroffenen spüren, dass sie die Kontrolle über ihr Leben verlieren. Sie haben ihre Gefühle, auch Wut und Zorn, nicht mehr unter Kontrolle.

Wertschätzend begegnen meint: „Mit den betroffenen Menschen so sprechen, dass sie uns verstehen. Nicht permanent korrigieren, Augenkontakt halten und einfache Sätze verwenden. Erklärungen wiederholen und zwar einfach, kurz und mit den gleichen Worten.

Es ist keine Einsichtsfähigkeit vorhanden! Offene Fragen, z.B. „Warum?“ sollten den Betroffenen deshalb nicht gestellt werden. Zuneigung zeigen ist wichtig. Zuneigung, auch durch Berührung kann von den Betroffenen wahrgenommen werden. Gefühle werden meist stärker wahrgenommen als von Gesunden. „Gefühle sind unsere Brücke“ zu den Betroffenen führte Frau Bender überzeugend aus. Die Anwesenden konnten spürten, dass die persönlichen Erfahrungen der Referentin in der eigenen Familie in den Vortrag einflossen.

Mit Elisabeth Bender (Dipl. Gerontologin) hatten die Veranstalter eine sehr glückliche Hand bei der Auswahl der Referentin. Sie ist Vorsitzende des Vereins „Initiative Demenz freundliche Kommune in Stadt und Landkreis Gießen e.V.“ (IDFK), koordiniert die Alzheimer Gesellschaft Marburg-Biedenkopf e.V. und führt seit 2014 Schulungen von Angehörigen durch. Frau Bender trat äußerst kompetent und sehr empathisch auf.

Der Behinderten- und Seniorenbeirat, BSB, der Gemeinde Buseck hatte zu seiner ersten Vortragsveranstaltung in 2026 in das Kulturzentrum nach Großen-Buseck eingeladen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Förderverein Kranken- und Pflegehilfe Buseck, dem AWO Ortsverein Buseck, dem Ortsverband des VdK Großen-Buseck / Oppenrod und dem Verein IDFK e.V. durchgeführt.

In Deutschland sind aktuell etwa 1,8 Millionen Menschen betroffen und jährlich kommen etwa 400.000 dazu. Aus dem Verlust folgen z.B. Störungen von Gedächtnis und Orientierung sowie Veränderung der Persönlichkeit. Die Krankheit ist noch nicht heilbar. Eine Medikation kann den Verlust der Zellen verlangsamen.

Das Thema fand guten Zuspruch und ein sehr interessiertes Publikum.