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Dipperzer Nachrichten
Ausgabe 23/2026
Kirchliche Nachrichten
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Pfingstgottesdienst auf der Milseburg

Pfingstgottesdienst auf der Milseburg

MILSEBURG Angesprochen darauf, wie groß die Anzahl an Gläubigen beim diesjährigen Pfingstgottesdienst auf der Milseburg gewesen sein könnte, meinte ein Pilger von der ausrichtenden Kirchengemeinde Kleinsassen: "Wahrscheinlich doppelt so ville be off de Bonifatiuswallfahrt in Foll."

Der aus Kleinsassen stammende "Milseburg-Pfarrer" Willi Schmitt, der die Messe gemeinsam mit Diakon Manfred Oeste aus Elters zelebrierte, wurde da schon etwas konkreter und freute sich über "gut 1500 Besucher." In der Tat ist das geistige Leben, das nie ganz weg war, nach der Neueröffnung der Milseburghütte vor gut sechs Wochen verstärkt zurückgekehrt. Dafür spricht auch, dass sich Willi Schmitt und Manfred Oeste darauf verständigt haben, einmal pro Monat im Sommer auf der Milseburg eine Messe zu feiern - beginnend am 21. Juni um 10 Uhr.

In seiner Pfingstansprache wies Schmitt darauf hin, "dass die Kirche Jesu Christi menschlich gesehen auf wackeligen Füßen aufgebaut ist". Sie könne nur bestehen, "wenn sie die Verheißungen wahrnimmt, die Jesus versprochen hat. Ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt." Die Kirche, so Schmitt, sei eine Gemeinschaft von Menschen, die ihre eigenen Begrentheiten erkennen müssten: "Wer von uns ist schon vollkommen? Ich habe Angst vor denen, die behaupten, alles richtig zu machen." Kirche seien "wir alle und sollten als echte Solidargemeinschaft zusammenstehen."

Zum Abschluss seiner Predigt erinnerte er noch an eine Begebenheit aus dem Leben des Führers der indischen Unabhängigkeitsbewegung Mahatma Gandhi (1869 - 1948). Dieser wurde einst von christlichen Missionaren befragt, was sie tun müssten, damit die Hindus die Bergpredigt annehmen. Seine Antwort: "Denken Sie an das Geheimnis der Rose. Alle mögen sie, weil sie duftet. Also duften Sie, meine Herren!" Duften und nicht verduften: Das sollte heute und morgen unser Vorsatz für uns alle sein, meinte Schmitt abschließend.

Am Ende bedankte sich Dr. Andreas Huppmann vom Kirchenteam Kleinsassen bei "Pfarrer Schmitt und Diakon Oeste sowie den Musizierenden, den Ersthelfern der Bergwacht um Klaus Huder und allen, die uns dieses schöne Erlebnis beschert haben."

Als Lektorin fungierte im Übrigen Marita Dernbach. Für die musikalische Umrahmung sorgte das kürzlich zusammengestellte Projekt-Orchester "Milseburghütte" unter der Leitung von Marco Grösch. Diesem gehörten unter anderem auch die beiden Tenorhorn blasenden Hubert Birkenbach (Vorsitzender des Musikvereins Kleinsassen) sowie Bürgermeister Markus Röder aus Elters an. Dieses gab im Anschluss an den Gottesdienst noch ein gut halbstündiges Platzkonzert am Eingang der Milseburg-Kapelle. rd