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Mitteilungsblatt der Gemeinde Ehringshausen
Ausgabe 5/2026
Vereine und Verbände
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Freiw. Feuerwehr Ehringshausen - Dachstuhlbrand in Mehrfamilienhaus

Die Feuerwehr Aßlar unterstützte die Löscharbeiten mit ihrer Drehleiter.

Am 10. Januar hat in Ehringshausen der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses gebrannt. Die Feuerwehr Ehringshausen ist um 06:20 Uhr in die Dr.-Hermann-Huttel-Straße alarmiert worden. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen der Balkon und der Dachstuhl im hinteren Gebäudeteil im Vollbrand. Die sieben Bewohner hatten das Haus da bereits verlassen.

Durch einen Löschangriff von innen und außen wurde das Feuer unter Kontrolle gebracht. 55 Einsatzkräfte aus allen vier Standorten waren hierzu im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch 10 Kameraden der Feuerwehr Aßlar, die mit der Drehleiter vor Ort waren. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Über die Drehleiter musste fast das komplette Dach abgedeckt werden. Im Innenangriff musste zudem eine Zwischendecke geöffnet werden, um alle Glutnester zu erreichen und abzulöschen. Die Arbeiten mussten personal-und materialintensiv unter Atemschutz durchgeführt werden. Die Feuerwehr Wetzlar unterstützte mit dem Austausch von 24 Atemschutzgeräten. Hier bewährte sich das gemeinsame Atemschutzkonzept der Kommunen im südlichen Lahn-Dill-Kreis, dem sich auch die Gemeinde Ehringshausen angeschlossen hat. Das hochwinterliche Wetter, mit einem rapiden Temperatursturz in den Mittagsstunden, erschwerte die Arbeiten zusätzlich.

Die Löscharbeiten waren nach etwa fünf Stunden beendet. Danach hat das Technische Hilfswerk (THW) das Dach mit Planen abgedeckt. Die Arbeiten dauerten noch bis etwa 20:30 Uhr. Die Einsatzleitung der Feuerwehr, die Drehleiter und der Rettungsdienst blieben so lange vor Ort.

Die Hausbewohner wurden währenddessen durch ehrenamtliche Notfallseelsorger im Feuerwehrstützpunkt betreut. Sie kamen bei Freunden und Verwandten unter. Das Haus ist vorerst unbewohnbar. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 350.000 €.

Bei der Verpflegung der Einsatzkräfte unterstützten Metzger Schütz (Niederlemp) und Partyservice Groß (Katzenfurt). Die Reinigung aller Einsatzmittel nahm danach noch einige Tage in Anspruch.