Akkordeon-Musik vom Feinsten, die voll und ganz den Geschmack der zahlreichen Zuhörer in der Festhalle traf, präsentierte das 1. Harmonika-Orchester Bellheim bei seinem Jubiläumskonzert anlässlich des 75-jährigen Bestehens.
Das 1. Harmonika-Orchester mit seinem Leiter Peter Kremer zog alle Register seines Könnens. Das breit gefächerte Programm ließ sowohl im ersten als auch im zweiten Teil keine Wünsche offen und bot einen bunten internationalen Mix quer durch das Repertoire der Harmonika-Musik mit vielen bekannten Melodien und Ohrwürmern von heute und vergangener Tage, aus der Welt des Films und des Schlagers bis hin zu Volksweisen sowie Rock- und Pop-Songs bekannter Bands.
Das 1. Orchester überzeugte mit seinem virtuosen Spielvermögen und beeindruckte durch eine harmonische Klangeinheit. Dabei verstand es Dirigent Peter Kremer, die Musiker zu führen, die aufmerksam seinem Dirigat folgten. Eröffnet wurde der konzertante Reigen mit der Chormusik „Sursum Corda“, mit dem übrigens am 23.04.1955 auch das erste eigene Konzert des Vereins eröffnet wurde. Mit „Welcome to Venedig“ konnten die begeisterten Zuhörer venezianische Klänge genießen. Gekonnt dargeboten wurden auch die Ouvertüre aus der Oper „Der Kalif von Bagdad“ sowie der argentinische „Tango Appassionado“. Mit einem Medley der bekanntesten Songs der Les Humphries Singers landete das 1. Orchester ebenfalls einen Volltreffer.
Auch die Hobby-Gruppe des Vereins wusste sich mit ihrem Leiter Michael Kern in Szene zu setzen. So bei den Stücken „The Second Waltz“ und „Salomé“ von Robert Stolz, beide arrangiert von Ulrike Kern. Zu gefallen wusste die Hobbygruppe auch bei dem Evergreen „Im Prater blühn wieder die Bäume“.
Das nach der Pause aufgetretene Orchester Hohnerklang aus Trossingen hatte sehr schnell die Zuhörer erreicht und begeisterte unter der Leitung von Hans-Günther Kölz von Anfang an. Mit seinem einzigartigen Big-Band-Format, das Mundharmonika und Akkordeon in perfekter Harmonie miteinander verbindet, zeigten die Akteure ihr großes Können. Ihr facettenreiches Programm reichte von klassischen Stücken über Pop und Jazz bis hin zu Folk und zeigte die Vielseitigkeit und den Spaß an der Musik, die das Ensemble lebendig macht. Besonders beachtenswert waren die virtuosen und exzellenten Solostücke mit der Mundharmonika sowie der fulminante Orchestersound, die das Konzert zu einem echten Erlebnis machten. Alle Arrangements für diese einzigartige Besetzung stammen aus der Feder des Dirigenten Hans-Günther Kölz. Er hat den unverkennbaren „Hohnerklang-Sound“ geprägt.
Langanhaltender Beifall und stehende Ovationen für eine rundum gelungene Veranstaltung ließen die Akteure um Zugaben nicht herumkommen.