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Verbandsgemeinde-Kurier Bellheim
Ausgabe 3/2026
Nichtamtlicher Teil
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NABU Gruppe VG Bellheim - Vogelfütterung im Winter

Manchmal auch am Futterhaus anzutreffen – der Kernbeißer!

Der Herbst ist längst da – viele Vogelbegeisterte holen jetzt Futterhäuschen, Meisenknödel und andere Gerätschaften hervor, um ein Büffet für all die Gefiederten anzubieten. Der Nabu begrüßt die Fütterung. Jetzt sei die beste Zeit, um für geeignete Futterstellen zu sorgen.

Mehrere Futterstellen für unterschiedliche Arten

Am sinnvollsten ist es, mehrere Futterstellen im Garten, Kleingarten oder auf dem Balkon zu schaffen, damit sich daran unterschiedliche Vogelarten einstellen können. Auf jeden Fall sollten diese katzensicher sein. Und: Oberstes Gebot müsse die Hygiene haben.

Wesentlich besser als große Futterhäuser, in denen die Tiere in der Regel durch das Futter laufen, dieses durch ihren Kot verschmutzen und dadurch die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern mit sich bringen, sind Futtersäulen und -trichter, in denen das Futter sauber nachrutschen kann und vor Regen geschützt ist.

Die häufigsten Körnerfresser an Ihrer Futterstelle sind Meisen, Finken und Sperlinge. Bei uns überwintern daneben auch Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Amseln, Wacholderdrosseln oder Zaunkönig. Für sie kann man Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie in Bodennähe anbieten.

Der Nabu empfiehlt geschälte Sonnenblumenkerne, weil hier wesentlich weniger Abfall als potentielles Hygieneproblem anfällt.

Aber eines ist klar:

Richtig bedrohten Arten, wie etwa Eisvogel, Haubenlerche, Schwarzkehlchen, Wiedehopf, Kiebitz oder Wachtelkönig kann durch eine konventionelle Fütterung nicht geholfen werden.

Hier müssen Hilfsprogramme, die auf die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Arten angepasst sein müssen, konsequent umgesetzt werden! Hier versucht der NABU vor Ort sprichwörtlich „am Ball zu bleiben“.