SV 1950 Büchelberg – TB Jahn Zeiskam
Wenn am Sonntag die neue Verbandsliga-Saison beginnt, wartet auf den TB Jahn Zeiskam direkt eine anspruchsvolle Aufgabe. Beim SV Büchelberg gastieren wir bei einem Aufsteiger, der seine Euphorie aus einer historischen Spielzeit mit in die neue Runde nimmt. Für die Gastgeber ist es die erste Verbandsliga-Saison der Vereinsgeschichte – und entsprechend groß dürfte die Vorfreude auf das Auftaktspiel sein.
Die Ausgangslage ist dabei reizvoll. Der TB Jahn beendete die Verbandsliga-Saison 2025/26 auf Rang zwei und verpasste den Aufstieg in die Oberliga erst in der Relegation denkbar knapp. Büchelberg sicherte sich zunächst Platz zwei in der Landesliga Ost und schaffte anschließend über die Aufstiegsrunde den Sprung in die Verbandsliga. Beide Mannschaften hatten also erst kurz vor Saisonschluss Planungssicherheit und eine kurze Sommerpause.
Der Gegner kommt mit viel Selbstvertrauen. Büchelberg gewann die letzten drei Landesligaspiele der vergangenen Saison und setzte sich anschließend auch in beiden Relegationsspielen gegen die SG Meisenheim/Desloch/Lauschied durch. Besonders beeindruckend war dabei die Offensivkraft in der Schlussphase der Saison. Gleichzeitig setzt der Aufsteiger auf Kontinuität: Der Großteil der erfolgreichen Mannschaft blieb zusammen. An der Seitenlinie gab es dagegen eine Veränderung. Neu verantwortlich ist Daniel Jahnke, zuvor fast ein Jahrzehnt beim FSV Offenbach, der die Aufgabe nach dem Aufstieg übernommen hat und mit seinem Team einen einstelligen Tabellenplatz anstrebt.
Beim Blick auf den Gegner wird klar: Büchelberg hat seinen Aufstiegskader weitgehend gehalten und gezielt verstärkt. Mit der Verpflichtung von Torhüter Björn Herzig und der Rückkehr von Stürmer Mehmet Bozkurt hat der Neuling an Qualität gewonnen. Zudem sorgte Hasan Coskun in der Relegation mit einem Hattrick im entscheidenden Rückspiel für den Aufstieg und zeigte, wie gefährlich die Büchelberger Offensive werden kann. In der Vorbereitung konnten sich Mathieu Lehmann sowie Luca Palau mehrmals in die Torschützenliste eintragen. Die Gastgeber verfügen über viel Euphorie, aber auch über einige Spieler mit Erfahrung aus höheren Spielklassen.
Direkte Duelle zwischen beiden Vereinen sind selten. Das zuletzt gefundene Pflichtspiel gewann der TB Jahn im Südwestpokal 2022 nach Verlängerung mit 2:1. Für die aktuelle Begegnung hat diese Partie jedoch nur begrenzte Aussagekraft – beide Mannschaften haben sich seitdem deutlich verändert.
Für den TB Jahn geht es zum Auftakt darum, die eigenen Qualitäten sofort auf den Platz zu bringen. Gegen einen ambitionierten Aufsteiger werden Konzentration, Spielkontrolle und Effizienz entscheidend sein. Die Rollen sind klar verteilt: Zeiskam reist als Vizemeister der Vorsaison an, Büchelberg als ambitionierter Neuling. Gerade deshalb dürfte die erste Aufgabe der neuen Saison alles andere als einfach werden. Wer von Beginn an besser in die Zweikämpfe findet und offensiv Akzente setzt, kann sich früh wichtige Punkte sichern.
Mit einem 5:3-Erfolg nach Verlängerung gegen den klassenhöheren FC Viktoria Neupotz zog der TB Jahn Zeiskam II verdient in die nächste Pokalrunde ein. Nach einer umkämpften Partie setzte sich die Jahn-Reserve dank einer starken Verlängerung durch.
Die Begegnung begann ausgeglichen, wobei Zeiskam leichte Feldvorteile hatte. Dennoch geriet die Mannschaft nach einer Unachtsamkeit in der Defensive zunächst in Rückstand. Paul Lechner sorgte aber nur zwei Minuten später nach einem Eckball für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Gäste nutzten eine weitere Gelegenheit jedoch konsequent und gingen mit einer 2:1-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel drehte die Zweite die Partie. Felix Meyer traf mit einem Flachschuss aus halblinker Position zum 2:2, ehe Simon Stubenrauch mit einem Distanzschuss die Führung erzielte. Neupotz blieb jedoch dran und kam per Foulelfmeter zum 3:3. Kurz vor Schluss hatten wir nach einer strittigen Szene Glück, dass der Schiedsrichter nicht erneut auf den Punkt zeigte.
In der Verlängerung machte sich die bessere Fitness der Jahn-Elf bemerkbar. Florian Simon erzielte zunächst das 4:3 und sorgte später mit einem Schuss aus rund 20 Metern nach Vorarbeit von Alex Stein für die Entscheidung. Da die Defensive keine klaren Chancen mehr zuließ, stand am Ende ein verdienter 5:3-Pokalerfolg fest.