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Verbandsgemeinde-Kurier Bellheim
Ausgabe 38/2026
Ottersheim
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Gemeinsame Grundschule Ottersheim-Knittelsheim

Auf großes Interesse stieß am vergangenen Sonntag die Einladung zur „offenen Grundschule“ in Ottersheim. Rund 150 Interessierte von Jung bis Alt nutzten die Gelegenheit, das frisch sanierte Hauptgebäude der Grundschule Ottersheim-Knittelsheim aus nächster Nähe kennenzulernen.

Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Kuntz und Bürgermeister Gerald Job begrüßten die zahlreichen Gäste. Viele von ihnen verbanden mit dem Schulgebäude ganz persönliche Erinnerungen: Ehemalige Schülerinnen und Schüler trafen auf heutige Schulkinder und deren Eltern, Großeltern auf junge Familien. Entsprechend groß war die Neugier darauf, was aus dem inzwischen mehr als 60 Jahre alten Schulgebäude geworden ist.

Durch das Gebäude führten die Architekten Heike Haack-Lauerbach und Mathias Haack. Bei mehreren Führungen erläuterten sie die umfangreichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen und gaben Einblicke in die planerischen Überlegungen hinter dem Projekt.

Aus einem über 60 Jahre alten Gebäude wird eine moderne Schule

Dabei wurde schnell deutlich: Hier wurde nicht einfach nur renoviert. Das Schulgebäude wurde grundlegend weiterentwickelt und auf die heutigen Anforderungen an Unterricht, Betreuung, Raumklima, Sicherheit und Energieeffizienz ausgerichtet.

Nach mehr als sechs Jahrzehnten präsentiert sich die Grundschule heute in einem völlig neuen Erscheinungsbild. Helle Räume, Akkustikdecken mit Clusterbereichen und moderne Ausstattung und eine zeitgemäße Gebäudetechnik schaffen gute Voraussetzungen für das Lernen und Arbeiten. Gleichzeitig ist es gelungen, das bestehende Gebäude weiter zu nutzen und ihm eine langfristige Perspektive zu geben.

Ein wesentlicher Bestandteil der Baumaßnahme ist die neue Mensa mit Küche. Sie schafft die räumlichen Voraussetzungen für die Betreuung und Verpflegung der Kinder und gewinnt mit Blick auf den Ausbau der Ganztagsbetreuung zusätzlich an Bedeutung.

Auch technisch hat sich im Schulgebäude viel verändert. Eine raumlufttechnische Anlage mit CO₂-Messung sorgt für eine kontinuierliche Überwachung und Verbesserung der Luftqualität. Ergänzt wird sie durch eine Klimatisierung, die insbesondere angesichts immer häufiger auftretender Hitzeperioden zu angenehmeren Bedingungen in den Klassenräumen beitragen soll.

Auch das Thema Sicherheit wurde bei der Sanierung umfassend berücksichtigt. Das Gebäude verfügt über ein modernes Amok-Alarmsystem und wird zusätzlich mit einer elektronischen Schließanlage ausgestattet werden.

Moderne Klassenräume mit vielen neuen Möglichkeiten

Besonders interessiert zeigten sich die Besucherinnen und Besucher an den neu gestalteten Unterrichtsräumen. Moderne Whiteboards gehören ebenso zur Ausstattung wie teilweise mit Magnetfarbe gestrichene Wandflächen. Diese können flexibel für Unterrichtsmaterialien, Bilder, Projekte und kreative Arbeiten der Kinder genutzt werden.

Damit wurde bei der Sanierung nicht nur auf die großen baulichen und technischen Themen geschaut. Auch viele Details wurden so gestaltet, dass Lehrerinnen und Lehrer ihre Klassenräume flexibel nutzen und gemeinsam mit den Kindern eine angenehme Lernumgebung schaffen können.

Die Schule soll schließlich mehr sein als ein Gebäude, in dem Unterricht stattfindet. Kinder verbringen hier einen großen Teil ihres Tages. Umso wichtiger sind Räume, in denen sie sich wohlfühlen, konzentriert lernen, gemeinsam arbeiten, essen und ihre Freizeit verbringen können.

Investition in die Zukunft der Kinder

Für die Gemeinden Ottersheim und Knittelsheim ist die Sanierung deshalb weit mehr als eine Baumaßnahme. Sie ist eine Investition in die gemeinsame Zukunft.

Die Grundschule verbindet seit vielen Jahren die Kinder beider Gemeinden. Mit dem modernisierten Gebäude erhalten sie nun Lern- und Betreuungsbedingungen, die den heutigen Anforderungen entsprechen und gleichzeitig Raum für die weitere Entwicklung der Schule bieten.

Eine gute Schule braucht gute Pädagogik – aber sie braucht auch Räume, in denen Lernen Freude macht und Kinder sich wohlfühlen können. Mit dieser Sanierung haben wir ein starkes Fundament für die kommenden Jahrzehnte geschaffen“, betonte Verbandsbürgermeister Gerald Job.

Nach den Führungen waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen, den Sonntag auf der Ottersheimer Kerwe ausklingen zu lassen.

So verband die „offene Grundschule“ an diesem Wochenende Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf besondere Weise: Ein Schulhaus mit mehr als 60 Jahren Geschichte präsentiert sich heute modern, freundlich und technisch auf der Höhe der Zeit.