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Amtsblatt Verbandsgemeinde Bellheim
Ausgabe 49/2020
Amtsblatt der Verbandsgemeinde Bellheim
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Verbandsversammlung vom 26.11.2020 der Wasserversorgung Germersheimer Südgruppe in Jockgrim

Zweckverband beschließt Planung für neues Wasserwerk - Wasserpreis in 2021 konstant

Der Zweckverband für Wasserversorgung Germersheimer Südgruppe (WGS) hat in seiner Verbandsversammlung beschlossen, den Wasserpreis, bei unveränderten Bereitstellungsgebühren, auf seinem niedrigen Stand von nur 1,08 € netto pro Kubikmeter (1000 Liter) Wasser zu belassen.

Bei den Pauschalen bleibt der Preis für die Herstellung mit 1.000,00 € auf dem Niveau des Vorjahres. Die Pauschale für Erneuerung einer Hausanschlussleitung muss aufgrund der gestiegenen Kosten von 1.250,00 € auf 1.550,00 € angehoben werden. Die Pauschale für den Bauwasseranschluss erhöht sich um 10,00 € auf 270,00 €.

Verbandsvorsteher Karl Dieter Wünstel freut sich, dass es trotz steigender Kosten gelungen ist, die Gebührenbelastung des Bürgers weiterhin auf dem bisherigen Niveau zu halten. Der Anstieg des Unterhaltungsaufwands resultiert aus dem steigenden Sanierungsbedarf des Rohrnetzes, dessen Hauptrohrleitungen zum überwiegenden Teil über 60 Jahre alt sind. Bei Hauptrohrleitungsabschnitten mit mehr als 3 aufeinanderfolgenden Rohrbrüchen wird deshalb ein Streckenabschnitt komplett erneuert. Außerdem nutzt die WGS die Gelegenheit, bei Straßensanierungen in den einzelnen Gemeinden die Haupt- und Anschlussleitungen auszutauschen. Dies Vorgehensweise ist immer günstiger als ein Einzelmaßnahme.

Der Haushalts- und der Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 wurden einstimmig gebilligt. Für die Unterhaltung des Leitungsnetzes wurde der Finanzansatz auf 2.000.000 € angehoben. Dies dient als finanzieller Puffer, falls unerwartete Maßnahmen notwendig werden sollten. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und kürzere Transportleitungsstrecken zu realisieren, beschließt der Werksausschuss im nördlichen Versorgungsgebiet ein zusätzliches neues Wasserwerk zu errichten. Hierzu wurde die Höhe des zulässigen Investitionskredits in der Haushaltssatzung auf 2.000.000,00 € angepasst. Im Bereich der Geschäfts- und Betriebsbauten ist eine Überarbeitung von Baugruppen der Fernwirkanlagen vorgesehen. Auch dies eine Sicherheitsmaßnahme, damit ein eventueller Ausfall im Bereich der Anlagen schnellstmöglich behoben werden kann. Der Neubau eines Tiefbrunnens im Werk Kuhardt – nachdem einer der Tiefbrunnen in seiner Leistung nachgelassen hat und auch nicht regeneriert werden kann - wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, da mit dem Neubau des Wasserwerkes auch ein neuer Tiefbrunnen gebohrt werden soll. Des Weiteren ist für das kommende Jahr die Fertigstellung eines Grundwassermodells in Auftrag gegeben. Dieses dient dazu, sicher zu stellen, dass das Wasserdargebot für unsere Bevölkerung auch für die nächsten Jahrzehnte gesichert ist.

Bei der Betriebs- und Geschäftsausstattungen sollen unter anderem ein Radlader, ein Montagefahrzeug sowie ein Fahrzeug für die Abteilung Wasserproduktion als Ersatz für die Altfahrzeuge angeschafft werden.

Der Wirtschaftsprüfer betonte, dass der Verband über eine sehr solide wirtschaftliche Struktur verfügt. Für das Wirtschaftsjahr 2019 konnte der steuerlich geforderte Mindestgewinn in Höhe von 219.124,75 € erzielt werden.

Die Konzessionsabgabe in voller Höhe für das Jahr 2019 von 441.838,02 € sowie eine nachholbare Konzessionsabgabe in Höhe von 185.330,98 € konnten erwirtschaftet werden. Diese nachholbare Konzessionsabgabe sowie die Konzessionsabgabe von 2018 in Höhe von 443.969,49 € wird an die Mitgliedsgemeinden ausbezahlt. Über den Verbleib der Konzessionsabgabe für 2019 wird dann im nächsten Haushaltsjahr beschlossen.

Verbandsdirektor Friedmann freut sich über die Entscheidung der Verbandsversammlung, nicht direkt die gesamt mögliche Konzessionsabgabe auszuzahlen, denn das Festgeld des Verbands hat sich in den letzten Jahren aufgrund des hohen Sanierungsaufwands für das Rohrnetz immer weiter reduziert. Die Verbandsversammlung entlastete einstimmig den Vorstand für das Jahr 2019.

Zu beschließen hatte die Verbandsversammlung ebenfalls über 2 Satzungsergänzungen bei der Allgemeinen Wasserversorgungs- und Entgeltsatzung zur Anpassung an das aktuelle Recht.

Ein Dank geht an all diejenigen Kunden, die durch Ihre schnelle Schadensmeldungen unseren Bereitschaftsdienst unterstützten. Hierdurch halten sich die Wasserverluste und Schäden gering und es werden z. B. Gefahren durch Unterspülungen verhindert.

Bei allen Fragen und Problemen rund um das Trinkwasser im Versorgungsnetz der Germersheimer Südgruppe erreicht man den Zweckverband für Wasserversorgung rund um die Uhr unter der Telefon-Nr. 07271-95860.