Im Rahmen des Waldprojekts haben sich die Vorschulkinder der Kita Villa Kunterbunt intensiv mit der Natur im Wald beschäftigt. In der letzten Januarwoche lernten die angehenden Schulanfänger den Wald in der Winterzeit kennen. Die pädagogischen Fachkräfte begleiteten die Kinder vom Kita-Gelände aus zum Waldlager, um ihnen dort spannende Naturerfahrungen zu ermöglichen.
Besonders eindrucksvoll war der zweite Tag, an dem sich alles um ein ganz besonderes Tier drehte. Förster Wilfried besuchte uns gemeinsam mit seinem Kollegen Rüdiger und gestaltete einen lehrreichen Vormittag rund um den Wolf. Die Kinder erfuhren Wissenswertes über diese Tierart, aber auch andere heimische Waldbewohner wurden thematisiert. Darunter beispielsweise der Luchs als weiteres großes Raubtier in Deutschland sowie der Fuchs als entfernter Verwandter des Wolfs.
Zur Veranschaulichung durften die Kinder die Schädel der jeweiligen Tiere betrachten. Besonders auffällig beim Wolfsschädel waren dabei die Reißzähne, die typisch für das Raubtier sind und als Schneidewerkzeug dienen. Anschließend überlegte die Gruppe gemeinsam, welche Beutetiere für Wölfe typisch sind. Außerdem gab es ein kleines Geräusche-Spiel: Verschiedene Tierlaute wurden über einen Lautsprecher abgespielt und die Kinder sollten erraten, zu welchem Tier sie gehören. Dabei waren manche Geräusche schwer zu erkennen und die Auflösung umso überraschender.
Darüber hinaus wurde der Mythos vom bösen Wolf aufgegriffen. Den Kindern wurde erklärt, dass Wölfe Menschen in der Regel nicht angreifen und für uns keine Gefahr darstellen. Meist halten sie Abstand und beobachten uns – wenn überhaupt – nur aus der Ferne. Danach durften alle einen Abdruck einer Tierspur anfertigen, den sie als Erinnerung mit nach Hause nehmen konnten – darüber freuten sich die Kinder sehr. Nach diesem Tag bleibt der Wolf als beeindruckendes Tier im Gedächtnis und wir sind dankbar für die freundliche Unterstützung der „Wolf-Experten”.
Auch die weiteren Tage im und rund um den Wald brachten viele besondere Momente mit sich. Es wurde ausgiebig auf Baumstämmen balanciert, mit Stöcken gebaut und nach versteckten Waldwichteln gesucht. Unterbrochen wurde das vertiefte Spielen nur durch das gemeinsame Frühstück, bei dem alle versammelt unter den Bäumen ihre leckeren Brotdosen aßen und warmen Tee tranken. Jetzt freuen sich alle auf das nächste Waldprojekt, das für den Frühling geplant ist.