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Eiterfelder Nachrichten
Ausgabe 15/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Jahresempfang der Marktgemeinde Eiterfeld: „Zukunft entsteht im Miteinander"

v.l.n.r. Stefanie Klee MdL, Melanie Möller (FamilienNetzWerk), Bürgermeisterin Dana Hauke, Sara Wehner (Gesang)

Großentaft - Am Donnerstag, den 26. März 2026, begrüßte Bürgermeisterin Dana Hauke rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Jahresempfang der Marktgemeinde Eiterfeld im Haus Hessisches Kegelspiel in Großentaft. Unter dem diesjährigen Motto „Zukunft entsteht im Miteinander" bot die Veranstaltung Gelegenheit, auf vergangene Erfolge zurückzublicken und den Blick nach vorne zu richten. „Ich freue mich, Sie alle heute hier zu sehen. Die großartige Resonanz zeigt, wie wichtig dieser Austausch für unsere Marktgemeinde ist", eröffnete Bürgermeisterin Hauke den Empfang. Ein besonderer Gruß galt den bisherigen und auch neu gewählten Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern nach der Kommunalwahl am 15. März 2026. Hauke betonte die Bedeutung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit für die zukünftige Entwicklung der Marktgemeinde.

Rückblick auf 2025

Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist das Programm „Leben und Arbeiten in Eiterfeld" in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Fulda: Elf Teilnehmende wurden intensiv begleitet - zwei konnten in Vollzeitjobs vermittelt werden, eine Person nahm einen Minijob auf, eine weitere begann eine Ausbildung. „Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass echte Chancen entstehen, wenn wir gemeinsam handeln", so Hauke.

Weitere Entwicklungen in 2025 waren unter anderem:

  • Digitalisierung und Sanierung des Rathauses
  • Stärkung des Ehrenamts durch Engagement Lotsen und den ersten Ehrenamtstag
  • Transparente, bürgernahe Verwaltung
  • Unterstützung von Feuerwehren und Vereinen
  • Intensivierte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Ein sichtbares Zeichen für mehr Service und moderne Kommunikation ist zudem die neue Homepage der Gemeinde, ergänzt durch eine digitale Stele vor dem Rathaus, die aktuelle Informationen direkt zugänglich macht. Zudem konnte ein Betreiber für den Badepark sowie ein Kiosk-Pächter in 2025 gewonnen werden – ein wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung dieser Freizeiteinrichtung.

Netzwerke stärken: FamilienNetzWerk als Motor des Miteinanders

Ein besonderes Highlight des Abends war der Gastbeitrag von Melanie Möller, Leitung des FamilienNetzWerks Eiterfeld. Mit persönlicher Note und tiefem Einblick in ihre Arbeit machte sie deutlich, wie wichtig Gemeinschaft und Zusammenhalt für die Zukunft sind. „Ums Tanzen ging es damals nur in zweiter Linie. In erster Linie ging es ums Dazugehören, ums Teil-Sein einer Gemeinschaft", erinnerte sie an ihre eigene Jugend und zog die Verbindung zu heutigen Herausforderungen. Möller beschrieb, wie sich das Bedürfnis nach Gemeinschaft in Zeiten von Digitalisierung, beruflicher Doppelbelastung und gesellschaftlicher Unsicherheiten verändert hat. Viele Menschen suchten nach echter Verbindung, die nicht durch Technologie ersetzt werden könne. Dabei hob sie hervor, dass digitale Tools zwar hilfreich seien, aber kein Ersatz für menschliche Beziehungen: „Echte Gemeinschaft lässt sich nicht digitalisieren. Zukunft entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, Beziehungen entstehen und Unterstützung gelebt wird."

Konkrete Beispiele aus der Praxis zeigten, wie das FamilienNetzWerk Gemeinschaft stärkt:

  • Krabbeltreffs: Junge Eltern treffen sich, tauschen Erfahrungen aus und knüpfen Kontakte – ein einfacher, aber entscheidender Schritt zu sozialem Zusammenhalt.
  • Besuchsdienst „Herzenszeit": Ehrenamtliche schenken Zeit, Aufmerksamkeit und Nähe – oft genug, um den Alltag älterer Menschen zu bereichern.
  • Offene-Ohren-Zeit: Ansprechbar für alle, die jemanden zum Reden suchen – digital, telefonisch oder persönlich vor Ort.

Möller betonte, dass das FamilienNetzWerk kein isoliertes Angebot sei, sondern ein zentraler Baustein moderner Daseinsvorsorge im ländlichen Raum: „Wir arbeiten Hand in Hand, über Institutionen hinweg, um generationenübergreifende Angebote zu schaffen, bei denen Menschen sich verbinden, unterstützen und wohlfühlen können."

Ausblick auf 2026

Für das laufende Jahr stehen wichtige Projekte an: die Erschließung von Gewerbeflächen, die Entwicklung eines Neubaugebiets im Kernort und der Start des KEK-Prozesses zur Dorfentwicklung. Hauke betonte die Bedeutung aktiver Bürgerbeteiligung: „Wir wollen gemeinsam mit Ihnen die Zukunft unserer Ortsteile gestalten."

Zugleich erinnerte die Bürgermeisterin an die finanziellen Herausforderungen: „Den bestehenden Sanierungsstau können wir nicht von heute auf morgen auflösen. Doch mit Strategie, Verantwortung und starkem Miteinander werden wir diese Aufgaben meistern."

Musikalische Begleitung und Dank

Für besondere musikalische Akzente sorgte Sara Wehner mit drei Liedbeiträgen: „Let it Go", ein ABBA-Medley und „Unser Tag", die den Abend klangvoll bereicherten. Bürgermeisterin Hauke bedankte sich bei allen, die den Abend ermöglichten – darunter Melanie Möller für den Gastbeitrag, Sara Wehner (Gesang), ihre Mitarbeiter, dem FCK Großentaft für die Bewirtung sowie der Metzgerei Krieg für das Catering. „Nutzen Sie den Abend, um ins Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu pflegen. Denn genau das macht unsere Gemeinde aus: Begegnung, Austausch und Gemeinsamkeit", schloss Hauke. Der Jahresempfang der Marktgemeinde Eiterfeld 2026 machte deutlich: Die Zukunft der Gemeinde wird gemeinsam gestaltet, durch Begegnung, Zusammenarbeit und ein starkes Miteinander aller Bürgerinnen und Bürger.