Seit Beginn der Baumaßnahmen in der Marktstraße wird die Schulstraße in Eiterfeld deutlich stärker genutzt, obwohl sie nicht als offizielle Umleitungsstrecke ausgewiesen ist. Insbesondere ortskundige Verkehrsteilnehmer weichen auf diese Strecke aus. Die damit verbundenen Sorgen vieler Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder nimmt Bürgermeisterin Dana Hauke sehr ernst.
„Ich habe großes Verständnis für die Ängste der Eltern angesichts des erhöhten Verkehrsaufkommens “, erklärt Hauke. Deshalb seien frühzeitig Maßnahmen ergriffen worden. So gilt in der Schulstraße eine Beschränkung auf Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen sowie Schul- und Linienbusse. Zudem wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h angeordnet.
„Alle verkehrsrechtlichen Maßnahmen wurden in enger Abstimmung mit der Polizei umgesetzt. Die Einhaltung der Regelungen wird regelmäßig durch das Ordnungsamt, die Ordnungspolizei sowie die Polizei des Landes Hessen kontrolliert. Bislang wurden dabei keine besonderen Auffälligkeiten festgestellt“, berichtet Hauke.
Die Gemeindeverwaltung habe verschiedene alternative Verkehrsführungen geprüft, berichtet die Bürgermeisterin. „Nach sorgfältiger Abwägung aller Risiken, rechtlichen Vorgaben und Interessen der Verkehrsteilnehmer ist die aktuelle Regelung von allen beteiligten Stellen als beste Lösung bewertet worden.“ Auch der vielfach geäußerte Vorschlag einer Einbahnstraßenregelung sei untersucht worden. Aufgrund der erforderlichen Schleppkurven für den Busverkehr sei eine Umsetzung jedoch nicht möglich gewesen.
Positiv bewertet die Gemeinde die Entwicklung der vergangenen Wochen. „Nach Rückmeldung der Busaufsicht hat sich die Situation bereits etwas entspannt“, sagt Hauke. Gleichzeitig sei aber beobachtet worden, dass Kinder nach der Ankunft auf der Friedhofsseite teilweise unachtsam die Fahrbahn queren. Um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen, werde derzeit geprüft, die Ausstiegsregelung für den Schülerverkehr anzupassen. In diesem Zusammenhang wird unter anderem betrachtet, ob alle Kinder künftig wieder an den Haltestellen auf der Schulseite aussteigen könnten. Eine denkbare Variante wäre, dass Busse aus westlicher Richtung – beispielsweise aus Arzell kommend – zunächst am Busbahnhof wenden und die Schülerinnen und Schüler anschließend auf der Schulseite aussteigen lassen. Die Prüfung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Eine Entscheidung über eine mögliche Umsetzung steht noch aus.
Eine spürbare Entlastung werde zudem mit der geplanten Freigabe der Marktstraße Anfang Oktober erwartet. „Wir arbeiten kontinuierlich an Lösungen und werden die Situation weiterhin eng begleiten und kontrollieren “, so Hauke. Gleichzeitig appelliert sie an alle Eltern, Fahrten mit dem Auto möglichst zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten.
Abschließend bedankt sich die Bürgermeisterin bei der Verkehrswacht für das Aufhängen von Warntransparenten, der Polizei, unserem Ordnungsbehördenbezirk, sowie der LNG für die gute Zusammenarbeit. Ebenso danken möchte ich den Schulleitungen, den Personalräten und den Elternbeiräten für die konstruktive und kooperative Zusammenarbeit. „Mit gegenseitiger Rücksichtnahme, Achtsamkeit und Verständnis werden wir diese Herausforderung gemeinsam meistern “, ist Dana Hauke überzeugt.