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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 17/2020
Goure
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Disziplin statt Drängeln: Die Gefahren beim „Hochfahren“

Mein Wunsch war noch nicht über die Wochenzeitung veröffentlicht, da hatte Hans-Peter Hanusch bereits gehandelt und geholfen, das Soldatengrab in Hirzenhain zu pflegen. Herzlichen Dank für diese Hilfe!

Es geht in diesen Tagen nicht alles so schnell. Im Kampf gegen den unsichtbaren Gegner Corona gilt es jetzt, weiterhin Vorsicht walten zu lassen und Ansteckungsgefahren zu mindern. Nachdem die Geschäfte in dieser Woche öffnen konnten, sollen nun die Schulen „wieder hochgefahren“ werden. Da steckt das Wort „Gefahr“ schon drin. Meine Sorge ist, dass wir die Erfolge der vergangenen vier Wochen leichtfertig riskieren, wenn wir nun wieder zur Tagesordnung übergehen, als wäre nichts gewesen. Für die Gremien der Gemeinde Eschenburg hat sich der Ältestenrat in dieser Woche die Lage angeschaut und beschlossen, dass die derzeit geplanten Sitzungen ausfallen und wir in einer Gemeindevertretersitzung am 25. Juni alle anstehenden Beschlüsse bündeln. Problematisch ist nämlich derzeit, dass wir mit dem Desinfektionsmittel sparsam umgehen müssen und in den Sitzungsräumen nicht den Platz haben, der heuer beim Einkaufen vorgeschrieben ist (20 Quadratmeter pro Kunde). Das ist neben den 1,50 Metern Mindestabstand, wenn kein Schutz da ist, ebenso eine Größe, mit der wir leben lernen sollten wie mit dem Thema Maske. Klar kann keiner am Montag in der Schule sechs Stunden lang die Maske aufbehalten, aber wir sollten uns damit vertraut machen und Wege finden, mit den Gefahren beim „hochfahren“ sicher umzugehen. Da gilt es, wie im Laden auch, nicht zu drängeln, sondern weiterhin Disziplin zu zeigen. Das gilt besonders für uns Erwachsenen, die immer vorher wissen, dass etwas nicht passt, obwohl wir es noch nicht probiert haben. Bleiben Sie gesund, sicher und munter.

Ihr Bürgermeister
Götz Konrad