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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 18/2022
Goure
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Breitband für alle: 132 Kilometer Zielgerade zur Zukunft

Als wir am 9. Juni 2011 dieses Foto machten vom Start einer Leerrohr-Verlegung bei der Sanierung der Kreisstraße 53 zwischen dem Eschenburger Ortsteil Hirzenhain (Bahnhof) und dem Siegbacher Ortsteil Tringenstein wussten wir eigentlich noch nicht, wie Breitband geschrieben wird. Klar hatten wir bereits 2008 versucht, zusammen mit der Nachbargemeinde Breidenbach „schnelles Internet“ für unsere Gewerbegebiete zu bekommen. Das wäre nur mit einem horrenden Zuschuss der Kommunen gegangen. Eigentlich wäre die Kommunikation noch lange Zeit weiter auf Kupfer-Kabel gelaufen, hätte sich nicht zwischen Kreis und Kommunen - immer mit Impuls der Industrie- und Handelskammer - die Breitband-Initiative Lahn-Dill (www.lahn-dill-breitband.de) stark gemacht. Auf ihre Vermittlung förderten Land und Bund den stufenweisen Ausbau im ganzen Kreis, in den Städten, Dörfern und Gewerbegebieten. Auch für den „Vollausbau“ vermittelt das Gemeinschafts-Projekt. Mein früherer Kollege Hermann Steubing, vor seinem Dienst als Bürgermeister in Mittenaar selbst Fernmelde-Fachmann bei der Post, ist dabei immer ein vorzüglicher Vermittler zwischen Ministerien und Bürgern, Kreis und Kommunen, Anbietern und anderen Akteuren. Als der Breitband-Ausbau in Eschenburg begann und die ersten grauen Kästen größeren „Multifunktionsgehäusen“ wichen, hatten wir eine Baubesprechung in Eschenburg, bei der ich Hermann Steubing und dem Telekom-Team unser Trafo-Haus in Wissenbach zeigte. Dort zeigt eine Filiale des Regionalmuseums Eschenburg die Geschichte von Bergbau und Telekommunikation früherer Tage. Die Fachleute staunten, und auch wir Laien können uns dort immer wieder wundern. Am 15. Mai öffnet das Trafohaus übrigens wieder von 14 bis 17 Uhr zum Internationalen Museumstag (mehr unter www.regionalmuseum-eschenburg.de).

Nicht viel später werden wir am besten dort in der Nähe auch den ersten Spatenstich starten für den nun anstehenden Glasfaser-Ausbau bis an jedes Haus. Die Telekom will mit „GlasfaserPlus“ 4.980 Haushalte in allen sechs Ortsteilen die Chance geben, ihre Häuser und Wohnungen an die Gigabit-Gesellschaft anzuschließen. Dafür sind weitere 95 solcher Gehäuse und insgesamt 132 Kilometer Tiefbau nötig, die bis ins nächste Jahr abgearbeitet werden. Das ist viel Arbeit. Auch wenn es die Gemeinde Eschenburg kein Geld kostet, ist hier für jede Baustelle auch viel Aufwand für unser Bauamt und unser Ordnungsamt. Die Mühen werden sich lohnen, denn wir biegen mit „Glasfaser für alle“ ein auf die Zielgerade zur Zukunft, meint

Ihr
Götz Konrad
Bürgermeister