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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 20/2019
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Ausstand mit Anstand für einen Neu-Start mit den Alten

Früher hätte in der Tageszeitung noch gestanden, es gab „berwarische Krisch und Goik“. Besonders die Mundart-AG der Grundschule Frohnhausen und die Laienspielgruppe „Herrjelshinkelcher“ vom Roth haben zum Vergnügen beigetragen beim letzten Seniorennachmittag der Gemeinde Eschenburg, der in dieser Art ausgerichtet wurde.

Bürgermeister Konrad berichtete, dass es in der Vorwoche lediglich 34 Anmeldungen für diesen Traditionstermin gegeben hatte. Ohne Anmeldung geht es leider auch nicht, versicherte er seinem Vor-Vorgänger Otto F. Schlemper, weil Reste an Kuchen und Broten nicht mehr an gemeinnützige Einrichtungen oder Besucher weitergegeben werden können. Zudem sind „die Senioren“ nicht mehr als Gruppe erkennbar, wie es noch bei der Premiere der Veranstaltung gewesen sein mag.

Auch wenn das starre Programm eines Nachmittags nicht mehr zu „ziehen“ scheint, tue die Gemeinde viel für Senioren, sagte Bürgermeister Konrad bei der Begrüßung. Seniorenbeirat: Notfallmappe, Computer-Stammtisch, Fahrten. Besuche bei Alters- und Ehejubiläen und vor Weihnachten in den Seniorenheimen der Region nannte er als Beispiel. Und wenn wegen des Marktes ein Neuanfang nötig sei, wolle man doch heute einen „Ausstand mit Anstand“ feiern.

„Und wenn das Altenheim am Honigbaum voraussichtlich im Oktober öffnet, dann werde ich diese Besuche der Eschenburger im Exil fortsetzen“, sagte Konrad. „Es geht darum, das Ganze zusammen zu halten.“ Der Seniorennachmittag sei einst begonnen worden, um die sechs Ortsteile zusammenzubringen. „In diesem verbindenden Geiste sollten wir weitermachen. Es geht nicht nur um den Zusammenhalt der Ortsteile, sondern um das Miteinander der Generationen“, sagte Konrad. Deshalb werde der traditionelle Termin - am Samstag vor dem Markt - spannend, wenn für die beiden Markttermine aktuell ein neues Konzept erarbeitet werde. Das Eibelshäuser „Made“ müsse zu einem „Eschenburger Erlebnis“ werden, verriet Konrad.

Ähnlich äußerten sich Pastor Karsten Künzel, der mit Andacht und Gebet, und André Schüler, der als Musiker für den guten Ton sorgte. Sein Debüt mit Bravours hatte Kevin Hofheinz bestanden, der im Rathaus Organisator und Ansprechpartner für Seniorenbeirat, Landfrauen und andere „Macher“ ist.

Der Seniorenbeirat machte Appetit auf die nächste Fahrt, die am 24. September nach Köln führen soll und auch mit dem Rollator einen Besuch des Doms ermöglicht.

Bürgermeister Konrad schloss mit einem Satz des Stuttgarter Aphoristikers Werner Mitsch und lud damit ein zum Mitmachen: „Solange man Pläne schmiedet, gehört man nicht zum alten Eisen.“