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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 21/2019
Aus dem Rathaus wird berichtet
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„Ausstand mit Anstand“ für einen Neu-Start mit den Alten

Turbulente Schulstunde: Die Mundart-AG der Grundschule Frohnhausen bewies, dass man Dialekt lernen kann und dass es sogar Spaß macht.

Früher hätte in der Tageszeitung noch gestanden, es gab „berwarische Krisch und Goik“. Besonders die Mundart-AG der Grundschule Frohnhausen und die Laienspielgruppe „Herrjelshinkelcher“ vom Roth haben zum Vergnügen beigetragen beim letzten Seniorennachmittag der Gemeinde Eschenburg, der in dieser Art ausgerichtet wurde.

Bürgermeister Konrad berichtete, dass es in der Vorwoche lediglich 34 Anmeldungen für diesen Traditionstermin gegeben hatte. Ohne Anmeldung geht es leider auch nicht, versicherte er seinem Vor-Vorgänger Otto F. Schlemper, weil Reste an Kuchen und Broten nicht mehr an gemeinnützige Einrichtungen oder Besucher weitergegeben werden können. Zudem sind „die Senioren“ nicht mehr als Gruppe erkennbar, wie es noch bei der Premiere der Veranstaltung gewesen sein mag.

Auch wenn das starre Programm eines Nachmittags nicht mehr zu „ziehen“ scheint, tue die Gemeinde viel für Senioren, sagte Bürgermeister Konrad bei der Begrüßung. Seniorenbeirat: Notfallmappe, Computer-Stammtisch, Fahrten. Besuche bei Alters- und Ehejubiläen und vor Weihnachten in den Seniorenheimen der Region nannte er als Beispiel. Und wenn wegen des Marktes ein Neuanfang nötig sei, wolle man doch heute einen „Ausstand mit Anstand“ feiern.

Gut lachen: Beim Auftritt der „Herrjelshinkelcher“ vom Roth blieb kein Auge trocken.

Der Seniorennachmittag sei einst begonnen worden, um die sechs Ortsteile zusammenzubringen. „In diesem verbindenden Geiste sollten wir weitermachen. Es geht nicht nur um den Zusammenhalt der Ortsteile, sondern um das Miteinander der Generationen“, sagte Konrad. Deshalb werde der traditionelle Termin - am Samstag vor dem Markt - spannend, wenn für die beiden Markttermine aktuell ein neues Konzept erarbeitet werde. Das Eibelshäuser „Made“ müsse zu einem „Eschenburger Erlebnis“ werden, verriet Konrad.

Mit Andacht und Gebet lag auch Pastor Karsten Künzel auf Linie. Und André Schüler sorgte als Musiker für den guten Ton sorgte. Sein Debüt mit Bravours hatte Kevin Hofheinz bestanden, der im Rathaus Organisator und Ansprechpartner für Seniorenbeirat, Landfrauen und andere „Macher“ ist.

Schöne Runde: Nachdem sich in der Vorwoche nur 34 Teilnehmer angemeldet hatten, füllte sich das Bürgerhaus doch noch zum traditionellen Seniorennachmittag.

Die Mundart-AG will auch am 14. September mitmachen, wenn in der Mehrzweckhalle in Wissenbach wieder ein Dialekt-Festival steigt. Die Laienspielgruppe „Herrjelshinkelcher“ vom Roth stellte ihr komödiantisches Talent endlich mal wieder unter Beweis. Den eigentlich einfachen Sketch spielten Brigitte Knöbel, Wiebke Surkau und Rainer Pliska derart engagiert, dass kein Auge trocken blieb.

Der Seniorenbeirat machte Appetit auf die nächste Fahrt, die am 24. September nach Köln führen soll und auch mit dem Rollator einen Besuch des Doms ermöglicht.

Bürgermeister Konrad schloss mit einem Satz des Stuttgarter Aphoristikers Werner Mitsch und lud damit ein zum Mitmachen: „Solange man Pläne schmiedet, gehört man nicht zum alten Eisen.“

Fahrt nach Köln: Margret Rosenbaum vom Seniorenbeirat stellte die Pläne für den 24. September vor.