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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 24/2020
Gestaltung Seite 3
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Hygiene-Konzept fürs Hallenbad: „Stau“ vorm Spind ist nicht schlau

Abstand halten, Hände desinfizieren: Der Zugang ins Freizeitbad muss neu geregelt werden, damit Schwimmtraining und Kurse wieder anlaufen können. Sauberkeit und Hygiene ist das Kerngeschäft unserer Mitarbeiterinnen, weshalb diese Themen nun besondere Aufmerksamkeit verdienen.

Lassen wir nur jeden vierten Spind auf oder setzen wir auf die Rücksichtnahme der Besucher, die bei einem „Stau“ vorm Spind selbstständig Abstand halten? Es sind die einfachen Fragen, die das Hygiene-Konzept so schwer machen. Wir werden auf Eigenverantwortung setzen und einfache Regeln. Der Mindestabstand von 1,50 Metern ist gesetzt. Wer damit Probleme hat, kann sich gerne eine Poolnudel mitbringen.

Ausleihen ist eher problematisch, weil ja auch keine Gegenstände von Hand zu Hand gehen sollen. Kontaktflächen wie Türklinken und Handläufe werden noch mehr als sonst gereinigt und desinfiziert, aber was machen wir mit dem „Touchscreen“ am Kassenautomat?

Auch für ein Schwimmbad müssen die drei Dinge stimmen: Hygiene-Konzept, Abstands-Regelung und Teilnehmerliste. Bis der öffentliche Badebetrieb wieder laufen kann, werden diese Fragen zu klären sein. Schwimmtraining und Kurse, die diese Woche starten, haben es mit der Teilnehmer-Liste leichter. Die gibt es schon und sie werden von den Trainern und Kursleitern zu führen sein. Einfach eine Liste auslegen und dann den Kuli von einer Hand in die Hand geben, ist ja nicht besonders schlau.

Abstand halten ist die wichtigste Regel: Schwer wird es, diesen Abstand überall einzuhalten und die Kontakte zu beschränken. „Begegnungsverkehr“ auf dem Beckenumgang geht nicht, wir werden eine „Einbahnstraßenregelung“ finden müssen. Und die werden einfach beschildert.

Richtung halten: Auf den Wegen von der Umkleide ins Bad, rund ums Becken und auch im Becken selbst werden wir uns an „Einbahnstraßen“ gewöhnen müssen, um den Abstand zu halten. Im Wasser ist man vor Corona sicher, aber bei jeder Begegnung kann es „eng“ werden.

In der Zwangspause haben die Kollegen von der Aufsicht anstehende Unterhaltungsarbeiten vorgezogen und ausstehende Reparaturen erledigt. Die Duschen sind von der Firma Dorndorf erneuert worden, die nach einer Ausschreibung die günstigste Komplett-Sanierung angeboten hatte. Toiletten wurden von der Firma Schwehn Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht. Neue Rinnen-Roste für den Beckenrand sind geliefert worden von der Firma Arwei (Haiger). Für das Außenbecken hat die Herborner Pumpenfabrik das Aggregat geliefert, das den Strömungskanal antreibt. Wenn es auch noch dauert, bis auch die Attraktionen wieder genutzt werden können, freuen wir uns auf den Neustart.

Schwimmen an sich ist sicher: Das Virus wird nicht übers Wasser übertragen. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen informiert über das Coronavirus und hilft den Schwimmbädern beim Pandemieplan: Die wichtigste Information ist, dass Grippe- und auch die Coronaviren nach derzeitigem Wissensstand nicht über das Badewasser übertragen werden können.

Bevor das Bad wieder starten kann, halten wir Sie über die Internetseite www.freizeitbad-panoramablick.de/corona auf dem Laufenden und über die Wochenzeitung.

Blau machen: Das Babybecken hatte ein Leck, das über viele Jahre nicht entdeckt werden konnte und während der Zwangspause nun repariert werden konnte. Damit später auch der normale Badebetrieb wieder starten kann, machen unsere Schwimmmeister vieles wieder wie neu.